01.04.2022 08:00 |

Preis-Anhebung

Teuerungsbrief liest sich wie ein April-Scherz

Erst am Dienstag hat die Salzburg AG stolz einen Rekordumsatz von 1,7 Milliarden Euro vermeldet. Heute erhöht der größte Energie-Anbieter im Bundesland die Preise für Strom und Gas um über 50 Prozent, wo doch das Leben an sich zuletzt schon massiv teurer geworden ist. Diese schiefe Optik stößt vielen Bürgern sauer auf.
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Das Leben ist in den vergangenen Monaten in vielen wichtigen Bereichen entschieden teurer geworden. Dazu ein paar Beispiele:

Wer im PKW täglich und fünfmal die Woche zwischen Bischofshofen und Salzburg pendelt, zahlt bei einem Durchschnittsverbrauch von 7,5 l Superbenzin je 100 Kilometer monatlich satte 295 Euro. Vor zehn Jahren sind es noch 75 gewesen.

…Wer seinen Heizöltank gerade auffüllt, dem entstehen beim Ordern von 3500 Liter Mehrkosten von 2650 Euro im Vergleich zur Bestellung im vergangenen Dezember.

…Selbst beim Pellets-Heizen, einer erneuerbaren Energieform, gibt’s signifikante Preissprünge: So kosten sechs Tonnen inklusive Abfüllpauschale rund 1933 Euro. Im Vorjahr sind es 500 Euro weniger gewesen.

57 Prozent Zusatzkosten trotz Bestmarken
Es sind nicht die einzigen nackten Tatsachen: Auch Lebensmittel, Mieten erhöhen sich. Die Lebensunterhaltskosten nehmen zu.

Willkommen Inflation.

Viele Salzburger wundern sich daher über die Salzburg AG. Der größte Energie-Anbieter im Bundesland hebt mit heute, 1. April, die Preise bei Strom und Gas massiv an. Bestandskunden zahlen bei Strom und Gas jeweils um gut 57 Prozent mehr. Neukunden ein Vielfaches. Dabei hat der Konzern erst am Dienstag verlautbart, im Vorjahr einen Rekordumsatz von 1,7 Milliarden Euro erwirtschaftet zu haben. Da liest sich der dieser Tage versandte Teuerungsbrief der Salzburg AG bei vielen der 250.000 Kunden wie ein April-Scherz: „Ich verstehe nicht, wie das zusammenpassen soll“, ist Jens Görze (47) aus Tenneck verärgert.

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