Do, 19. Juli 2018

FPK atmet auf

30.05.2011 21:14

"Blut und Ehre"-Tattoo: Mandatar tritt zurück

Der wegen seiner "Blut und Ehre"-Tätowierung am Unterarm in Kritik geratene FPK-Gemeinderat Gerry Leitmann aus Ebenthal bei Klagenfurt ist zurückgetreten. Am Montagabend informierte er Ebenthals Bürgermeister Franz Felsberger von seinem Mandatsverzicht. Leitmann kam damit einer Vorstandssitzung zuvor, die Ortsparteiobmann Christian Kau für Montagabend wegen der Causa einberufen hatte.

Der Rücktritt sei "aus persönlichen Gründen" erfolgt, hieß es am Abend seitens der Partei. FPK-Bezirksobmann Bernhard Gritsch und Ebenthals Vizebürgermeister Kau bezeichneten den Schritt des Mandatars als "sauber und richtig", er sei erfolgt, um Schaden von der Partei abzuwenden.

"Blut und Ehre" war in der Nazizeit das Motto der Hitlerjugend, Leitmann will dies nicht gewusst haben. Die Tätowierung war in altdeutschen Lettern gehalten. Am Wochenende hatte der Mandatar erklärt, das Tattoo per Laser entfernen zu lassen, das vergangene Woche bei einer Gemeinderatssitzung aufgefallen war, zu der er mit kurzen Ärmeln erschienen war.

Nach Ansicht des Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Strafrecht des österreichischen Rechtsanwaltskammertages, Wolfgang Moringer, könnte das Tragen der Tätowierung gegen das Verbotsgesetz verstoßen (siehe Infobox). "Objektiv wäre das dann die Verwendung der Kennzeichnung einer verbotenen Organisation." Dem betreffenden Tattoo-Träger müsste allerdings der Vorsatz zur Wiederbetätigung nachgewiesen werden.

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Symbolbild

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