Fr, 19. Oktober 2018

Nazi-Parolen?

30.05.2011 11:08

Wiederbetätigungs-Anzeige gegen FPÖ-Mann Königshofer

Der Tiroler Nationalratsabgeordnete Werner Königshofer (FPÖ) soll von den Tiroler Grünen wegen des Verdachts der NS-Wiederbetätigung angezeigt worden sein. Die Begründung: Königshofer habe Nazi-Soldaten im Internet als "Helden" bezeichnet, die "für Volk und Vaterland" gefallen seien und außerdem von "Terrorangriffen" der Alliierten gesprochen. Bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck weiß man von einer Anzeige allerdings noch nichts.

"Königshofer lebt geistig immer noch in der Nazi-Zeit und glaubt immer noch, den Krieg gewinnen zu müssen. Dabei ist sein Treiben einfach nur noch armselig", kritisiert der grüne Landtagsabgeordnete Gebi Mair. Zudem habe Königshofer auch noch die Alliierten der "Terrorangriffe" bezichtigt. Für Mair sei nun eine rote Linie überschritten worden, die Anzeige wegen des Verdachts der NS-Wiederbetätigung eine absolute Notwendigkeit.

Königshofer selbst bezeichnet die angekündigte Anzeige als "dubios", bezeichnete seinen Kontrahenten als "linksgrünen Chaoten" und sprach von einem "demokratiepolitischen Amoklauf".

"Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden", zitierte Königshofer Rosa Luxemburg und wies darauf hin, dass die freie Meinungsäußerung für alle gelte. "Gebhard Mair scheint diese Freiheit jedoch nur auf sich und seinesgleichen zu beziehen", so Königshofer.

Muttertag für Kriegsgedenken genutzt
Königshofer hatte laut Mair am 8. Mai auf seiner Homepage unter anderem mit folgender Aussage zum Muttertag Stellung genommen: "Die Soldaten sind auf den Schlachtfeldern von Dünkirchen bis Stalingrad und von El Alamain bis Murmansk für Volk und Vaterland gefallen, während Hunderttausende Frauen und Kinder in deutschen Städten den Terrorangriffen der alliierten Bombergeschwader zum Opfer gefallen sind. Die Mütter, die diese Apokalypse überlebt haben, sind die wahren Heldinnen dieser Epoche."

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