Mo, 24. September 2018

Andrang am Sonntag

29.05.2011 17:50

Sieben Tage pro Woche shoppen: Kirche ist dagegen

Die Rollläden sind zu, die Türen versperrt – in den heimischen Einkaufsstraßen herrscht am Sonntag gähnende Leere. Dagegen haben nun – wie berichtet (siehe Infobox) – mehrere Unternehmer eine Beschwerde vor Gericht eingebracht. Wer jetzt schon am allgemeinen Ruhetag aufsperrt (manche auch illegal), macht ein gutes Geschäft.

Wem am Sonntag die Milch ausgegangen ist oder wer ein Stück frisches Brot braucht, hat nicht viele Möglichkeiten zum Einkaufen. Doch dort, wo die Pforten geöffnet sind, gibt es stets endlos lange Schlangen. Wie etwa beim Supermarkt am Franz-Josefs-Bahnhof am Alsergrund, wo die Kunden am Sonntag zwar alles bekommen, dafür aber auch besonders viel Geduld brauchen.

"Wir wollen uns natürlich nicht mit der Kirche anlegen"
Auch die kleinen, meist türkischen Geschäfte, die sich nicht um die offiziellen Öffnungszeiten kümmern und Anzeigen in Kauf nehmen, platzen am Wochenende aus allen Nähten. Und viele Tankstellen sind mittlerweile zu – allerdings teuren – Greißlern geworden.

Wie berichtet, wollen nun auch Geschäftsleute der Wiener Lugner City am Sonntags-Shopping-Kuchen mitnaschen. Vehemente Gegner der ausgedehnten Öffnungszeiten: Gewerkschaft und Kirche, beide bestehen auf dem traditionellen Ruhetag. "Wir wollen uns natürlich nicht mit der Kirche anlegen. Es soll am Sonntag ohnehin nicht vor Mittag aufgesperrt werden", so Richard Lugner. Er warnt auch vor einer vermehrten "Flucht" der Einkaufsfans ins Ausland, denn dort sind die Türen der Shopping-Tempel geöffnet.

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