Mo, 16. Juli 2018

"Kein kleines Delikt"

29.05.2011 11:21

Klagenfurter Schule lehnt Burschen mit Fußfessel ab

Seit dem Vorjahr ist die Fußfessel in Österreich erlaubt - und sie ist auch für junge Straftäter gedacht. In einer Klagenfurter Schule haben nun Eltern eines Fußfesselträgers nachgefragt, ob ihr Sohn aufgenommen werden würde. Der Direktor lehnte ab - allerdings wegen der Straftat und nicht wegen der Fessel selbst, wie der Schulleiter beteuert: "Der Bursche saß wegen bewaffneten Raubüberfalls", bei anderen Delikten könne man reden.

Den Eltern des jungen Bosniers liegt die Ausbildung ihres Sohnes offensichtlich am Herzen. Gleich nach seiner Verurteilung hatten sie um seine Aufnahme in der betreffenden Klagenfurter Mittelschule angesucht - vergeblich.

"Aufklärung statt Mobbing"
Bleibt die Frage, wie Schuleinrichtungen nun wirklich mit einem jungen Häftling umgehen würden, der nur dank einer Fußfessel den Unterricht besuchen kann, und wie vor allem seine Mitschüler darauf reagieren. Landesschulrats-Vizepräsident Rudi Altersberger gibt sich zuversichtlich: "Klärt man die Klasse auf, verhindert man wahrscheinlich ein Mobbing des jungen Schülers."

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