Do, 19. Juli 2018

Oft mit Schlägen

25.05.2011 17:28

Halskettenräuber überfallen Damen ab 65 Jahren

Die Täter sind meist zwei Köpfe größer, Muskelprotze und Schlägertypen. Ihre Opfer dagegen betagte Damen, viele von ihnen gehen am Stock, sind geschwächt. Immer öfter kommt es in Wien zu dieser Szene: Ein Räuber reißt einer Dame die Kette vom Hals. Mit solch einer Wucht, dass die Frauen ins Krankenhaus müssen.

Dabei hat sich die Raub-Situation in Wien stark verbessert. Der interne Polizeibericht für die Monate Februar, März und April verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr sogar einen Rückgang der Kriminalität um elf Prozent. Die Sektkorken knallen trotzdem nicht, denn die Verbrecher haben sich auf ältere Damen als Opfer spezialisiert. Auf dem Weg nach Hause von der Bank mit Bargeld in der Hand oder teurem Schmuck am Körper treffen die Damen dann auf ihre Täter.

"Oftmals setzt es auch einen gezielten Faustschlag ins Gesicht", erzählt ein Polizist hinter vorgehaltener Hand. "Fast alle Opfer über 65 Jahre können mittlerweile den Halskettenräubern zugeschrieben werden."

"Der beste Beweis, dass die Polizei nicht kaputtgespart werden darf", warnt FP-Stadtrat David Lasar. "Im Landeskriminalamt wurde eine Außenstelle mit der Lösung des Problems befasst. Da muss aber rasch noch mehr passieren!"

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