Mi, 26. September 2018

Keine Signale mehr

25.05.2011 15:09

NASA: Mars-Roboter "Spirit" vermutlich "erfroren"

Die US-Weltraumbehörde NASA wird laut eigenen Angaben nicht mehr versuchen, ihren Forschungsroboter "Spirit" auf dem Mars zu kontaktieren. Der sei nämlich während des harten Winters auf dem Roten Planeten höchstwahrscheinlich "erfroren", teilte die NASA jetzt mit.

"Spirit" habe letztmalig am 22. März 2010 Signale ausgesendet, seitdem habe Funkstille geherrscht, so die NASA. Nach seiner Landung auf dem Mars im Jänner 2004 sollte der 180 Kilogramm schwere Roboter eigentlich nur drei Monate im Einsatz sein, blieb dann aber mehr als sechs Jahre aktiv.

Im Sand steckengeblieben
Vergangenes Jahr blieb das Gerät allerdings auf dem Mars im Sand stecken, alle Befreiungsversuche scheiterten. "Spirit" gelang es nicht, den Staub von seinen Sonnensegeln abzuschütteln, wodurch sich die Batterien nicht mehr aufladen konnten.

Die Forscher hatten gehofft, dass "Spirit" nach dem Winter wieder genügend Licht bekommen würde, um sich wieder aufzuladen, dies war aber nicht der Fall. Durch die kalten Innentemperaturen des Roboters wurden laut NASA wahrscheinlich wichtige Teile des Geräts beschädigt.

Neuer Mars-Roboter im Anmarsch
Die NASA will sich jetzt auf einen neuen Mars-Roboter namens "Curiosity" konzentrieren. Es sei geplant, dass dieser im November auf seine Mission geschickt werde, sagte der Chef des NASA-Forschungsprogramms für Sonnensysteme, Dave Lavery.

Tausende Bilder zur Erde gefunkt
Die "Spirit" und ihr Schwesterfahrzeug "Opportunity" legten der NASA zufolge knapp 21 Kilometer auf dem Marsboden zurück, kletterten einen Berg hinauf, stiegen in Krater hinab, schlugen sich mit Sand und alternder Hardware in ihrem Innern herum. Sie überlebten Staubstürme, die die Sonne derart verdunkelten, dass die Solarzellen der Roboter kaum noch genügend Energie erzeugen konnten, und sie übermittelten mit Hilfe des Mars-Odyssey-Orbiters mehr als 36 Gigabyte an Daten und 250.000 Bilder - ein wahrer Wissenschaftsschatz an Einblicken in die lange Geschichte des Roten Planeten.

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