So, 19. August 2018

ÖH-Wahl 2011

25.05.2011 13:46

Unis mit bisheriger Wahlbeteiligung zufrieden

"Es sieht gut aus", hieß es in punkto Wahlbeteiligung am ersten Tag der diesjährigen Hochschülerschaftswahlen. An einigen Unis waren am Dienstag und auch bis zum frühen Mittwochnachmittag mehr Urnengänge zu verzeichnen als im gleichen Zeitraum bei den ÖH-Wahlen 2009. Damals war die Wahlbeteiligung auf einen Tiefstwert von 25,7 Prozent gesunken. Insgesamt 282.000 Studenten sind dazu aufgerufen, ihre Interessenvertretung zu wählen.

Allerdings könnte der erste positive Eindruck der Wahlhelfer auch täuschen - denn im Gegensatz zu 2009 ist diesmal kein E-Voting mehr möglich. Die Zunahme der Wähler im Wahllokal könnte also auch darauf zurückzuführen sein, dass die Online-Wähler von 2009 jetzt wieder in die Lokale strömten.

Mit schätzungsweise 1.000 Studenten war die Wahlbeteiligung an der Uni Salzburg "für den ersten Tag durchaus erfreulich", wie der Vorsitzende der Wahlkommission, Zoltan Vegh, am Dienstagabend sagte. Auch auf der Medizinischen Universität Innsbruck und auf der TU Wien bemerkte man bis zum frühen Mittwochnachmittag mehr Wähler als im Vergleichszeitraum 2009.

An der WU Wien hatten am ersten Tag mehr als sieben Prozent der Studenten gewählt - "für den ersten Vormittag bereits eine ganz gute Beteiligung", so Wahlkommissionsvorsitzende Katharina Müller.

An der größten Hochschule des Landes, der Uni Wien, konnte man am ersten Tag noch nicht viel sagen, die Beteiligung "scheint bisher ganz okay zu sein", hieß es lediglich. Weder großen Andrang noch leere Wahllokale vermeldeten Graz, Innsbruck und die BOKU in Wien.

282.000 Wahlberechtigte
Bei der Hochschülerschaftswahl sind rund 282.000 Studenten an 21 Universitäten aufgerufen, ihre Vertretung auf Universitäts- und Studienrichtungsebene neu zu küren. Die Bundesvertretung der Österreichischen HochschülerInnenschaft, das bundesweite Studentenparlament, wird allerdings nicht direkt gewählt, die Mandatare werden von den Uni-Vertretungen entsandt. Das elektronische Voting kommt nach Problemen bei seiner Einführung 2009 diesmal nicht mehr zum Einsatz.

Die dominierenden Fraktionen in der Bundes-ÖH sind die VP-nahe AktionsGemeinschaft (AG), die Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS), die Fachschaftslisten Österreich (FLÖ), der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) und die Fraktion Engagierter Studierender (FEST), ein Zusammenschluss der indirekt gewählten Mandatare der Fachhochschulen. Zudem treten freiheitliche, liberale und kommunistische Studentengruppen sowie lokale Gruppierungen an verschiedenen Unis an.

GRAS stellen ÖH-Vorsitzende
Bei den vergangenen ÖH-Wahlen 2009 wurde die AG mit 33,3 Prozent der Stimmen und 22 Mandaten stimmenstärkste Partei. Allerdings stellten die GRAS durch Unterstützung von FEST und VSStÖ mit Sigrid Maurer die ÖH-Vorsitzende. Ihre Fraktion verfügt im derzeit 85 Sitze (nach der Wahl rund 100) umfassenden Studentenparlament über 15 Mandate, die FLÖ hat 16 und der VSStÖ acht Mandate. Jeweils einen Sitz halten der Kommunistische StudentInnenverband (KSV), der Kommunistische StudentenInnenverband Linke Liste (KSV LiLi) und der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS), außerdem gibt es neun "freie" Mandatare. Die FEST hat zwölf Mandate inne.

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