Mi, 15. August 2018

Zwei Mio. € Schaden

24.05.2011 19:08

Busse und Lkws als Beute im Visier von Mafiabande

Riesenschlag gegen eine 13-köpfige Bande: Die mutmaßlichen Täter aus Serbien und Kroatien trieben seit 2009 in halb Europa ihr Unwesen – allein in Österreich sollen die Verbrecher zwei Busse, vier Sattelzugfahrzeuge und einen Anhänger gestohlen haben. Gesamtschaden: rund zwei Millionen Euro. Nun klickten dank heimischer Ermittler die Handschellen.

Reisebusse, Sattelzugfahrzeuge und -anhänger – so die bevorzugten Beutestücke jener Balkan-Bande, die nun gesprengt wurde. Dabei gingen die 13 Tatverdächtigen offenbar stets nach demselben Schema vor: Sie schlichen sich nachts auf Bus- und Lkw-Parkplätze (in Österreich schlugen sie hauptsächlich in Wien zu), öffneten mit Nachschlüsseln die Fahrzeuge und rasten davon. Bis zu einer Halle in Gerasdorf bei Wien (NÖ), wo zumindest die gestohlenen Reisebusse getarnt wurden.

Busse aufwändig "bearbeitet"
Ein Ermittler: "Lackieren dauerte der Bande zu lange. Also überklebten sie den Lack einfach mit Folien." Mit professionell gefälschten Dokumenten und veränderten Motornummern wurden die Busse dann über die Grenzen gekarrt. Bei den Sattelauflegern machten sich die Verbrecher weniger Mühe – diese Beutestücke wurden mittels falscher Kennzeichen und fingierter Zulassungspapiere meist umgehend nach der Tat außer Landes verschoben.

Doch nach intensiver Zusammenarbeit des Bundeskriminalamtes mit dem Landeskriminalamt Wien (KK-West) klickten seit Anfang des Jahres für die insgesamt 13 mutmaßlichen Haupttäter die Handschellen.

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