Mo, 18. Juni 2018

Zu viele Eskapaden

19.05.2011 10:43

Arnautovic gegen Deutschland nicht im ÖFB-Kader

Der hochtalentierte, aber ebenso problematische Kicker Marko Arnautovic scheint nicht im ÖFB-Kader für die EM-Qualifikationspartie am 3. Juni gegen Deutschland auf. Auch vier Tage später wird Teamchef Didi Constantini im Testspiel gegen Lettland auf den Offensivspieler von Werder Bremen, der zuletzt nur noch mit diversen Eskapaden abseits des Platzes für Aufsehen gesorgt hatte, verzichten.

Aufgrund der enttäuschenden Auftritte gegen Belgien und die Türkei, vor allem aber wegen der Disziplinlosigkeiten rund um beide Partien - gegen Belgien diskutierte der 22-Jährige während eines Eckballs für Österreich an der Linie mit Constantini, nach dem Türkei-Match kam es zu einer Kabinenrangelei mit Stefan Maierhofer - stand für den Nationaltrainer schon lange fest, das "enfant terrible" nicht einzuberufen.

Arnautovic bat um Einberufung
Da nützte es auch nichts, dass Arnautovic vor einiger Zeit Constantini anrief und um seine Einberufung bat. "Das ist eine Entscheidung gegen sein Talent und für das Kollektiv. Er ist extrem motiviert, aber wenn er über die Linie geht, hast du ihn als Trainer verloren. Es ist nicht gut, wenn jemand so viel Potenzial hat und es nicht abruft", meinte der Tiroler.

Bei den Kollegen unten durch
Spätestens seit dem EM-Quali-Doppel im März ist Arnautovic bei den meisten arrivierten Teamspielern unten durch. "Einige Top-Profis goutieren es nicht, wenn ein Junger macht, was er will", erzählte Constantini. Um wieder einberufen zu werden, müsste sich der Offensivspieler "normalerweise total ändern".

So wie Arnautovic nur auf der Abrufliste steht Dusisburgs Stürmer Stefan Maierhofer, der gerade erst einen Mittelfußknochenbruch überwunden hat (siehe Infobox). Auch Einsergoalie Jürgen Macho fehlt wegen einer Verletzung. Der Panionios-Legionär laboriert an einem Muskelfaserriss im linken Oberschenkel. Dafür wurde Hans-Peter Berger ins Aufgebot geholt. Neben dem Tormann des Erste-Liga-Spitzenreiters Admira nominierte Teamchef Dietmar Constantini mit Daniel Royer (Ried), Manuel Weber (Sturm Graz) und Thomas Schrammel (Ried) drei weitere Kicker ohne Länderspiel-Einsatz. Ihr ÖFB-Comeback feiern hingegen Stefan Kulovits (Rapid), Christoph Leitgeb (Salzburg) und Roman Kienast (Sturm Graz).

Ivanschitz nicht einmal im Reservekontingent
Andreas Ivanschitz hingegen schaffte es nicht einmal ins Reservekontingent, obwohl er zuletzt beim Mainzer 3:1-Auswärtssieg gegen Schalke von Constantini beobachtet worden war. "Da hat er nicht seinen besten Tag erwischt", sagte der 55-Jährige, merkte aber an, der Ex-Kapitän sei diesmal näher an einer Einberufung gewesen.

Der gesamte Kader
Tor: Helge Payer (Rapid/20 Länderspiele/24 Gegentore), Christian Gratzei (Sturm Graz/5/10), Hans-Peter Berger (Admira/0/0)

Abwehr: Aleksandar Dragovic (FC Basel/SUI/11 Länderspiele/0 Tore), Manuel Ortlechner (Austria/6/0), Emanuel Pogatetz (Hannover 96/GER/42/2), Thomas Schrammel (Ried/0/0), Ekrem Dag (Besiktas Istanbul/TUR/5/0), Christian Fuchs (FSV Mainz 05/GER/39/1), Florian Klein (Austria/6/0)

Mittelfeld: Paul Scharner (West Bromwich Albion/ENG/34/0), David Alaba (1899 Hoffenheim/GER/8/0), Julian Baumgartlinger (Austria/11/0), Andreas Hölzl (Sturm Graz/10/2), Zlatko Junuzovic (Austria/11/0), Stefan Kulovits (Rapid/1/0), Christoph Leitgeb (Salzburg/27/0), Daniel Royer (Ried/0/0), Manuel Weber (Sturm Graz/0/0)

Angriff: Erwin Hoffer (Kaiserslautern/GER/22/3), Marc Janko (Twente Enschede/NED/19/7), Roman Kienast (Sturm Graz/10/1), Martin Harnik (VfB Stuttgart/GER/22/3)

Auf Abruf: Georg Margreitter (Austria/0/0), Guido Burgstaller (Wiener Neustadt/0/0), Christopher Drazan (Rapid/2/0), Alexander Grünwald (Wiener Neustadt/0/0), Jakob Jantscher (Salzburg/9/1), Ümit Korkmaz (VfL Bochum/GER/10/0), Marko Arnautovic (Werder Bremen/GER/11/4), Stefan Maierhofer (MSV Duisburg/GER/17/1), Roland Linz (Austria/39/8), Roman Wallner (Salzburg/29/7)

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