Sa, 18. August 2018

Nächster Versuch

16.05.2011 22:17

Jetzt soll China-Konzern Pangda Spyker retten

Der niederländische Saab-Eigentümer Spyker setzt nach der fehlgeschlagenen Rettung durch den chinesischen Autokonzern Hawtai Motor erneut auf einen Geldgeber aus der Volksrepublik.

Der Autohändler Pangda Automobile werde für 65 Millionen Euro einen Anteil von 24 Prozent an Spyker übernehmen, teilte der strauchelnde Eigner der schwedischen Traditionsfirma Saab am Montag mit. Zudem sei vereinbart worden, dass Pangda Fahrzeuge von der früheren General-Motors-Marke im Wert von 45 Millionen Euro kaufen werde. Diese Summe werde Spyker sofort zur Verfügung gestellt und damit der finanzielle Kollaps verhindert.

Spyker-Chef Victor Muller lobte Pangda als in die Zukunft schauenden, profitabel arbeitenden und gut kapitalisierten Konzern sowie als größten chinesischen Autohändler.

Geschäft noch nicht genehmigt
Spyker-Aktien legten in Amsterdam mehr als 15 Prozent zu. Zunächst waren sie vom Handel ausgesetzt worden. Laut Spyker muss das Geschäft noch von einigen Behörden genehmigt werden - unter anderem auch durch die chinesische Regierung. Dadurch dass Pangda kein herkömmlicher Autohersteller sei, sollte es einfacher sein, die notwendigen Genehmigungen zu erhalten, sagte Muller.

In den vergangenen Wochen standen die Bänder von Spyker still. Zulieferer klagten über unbezahlte Rechnungen und schickten keine Bauteile mehr. Der Spyker-Chef gab sich am Montag zuversichtlich, bald wieder voll in die Produktion einsteigen zu können. Einen genauen Zeitpunkt nannte Muller jedoch nicht.

Pangda war erst im April an die Börse in Shanghai gegangen und hatte dabei rund 700 Millionen Euro eingenommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.