Sa, 22. September 2018

Tierschützer empört

16.05.2011 17:44

Propagiert Wiener Artenschutz-Gipfel die Großwildjagd?

Wirbel um eine am Dienstag in Wien beginnende Artenschutzkonferenz: Denn dort soll – so kritisieren Tierschützer – die Jagd von Großwild als Maßnahme zum Schutz von Leoparden, Nashörnern und Elefanten propagiert werden. Der WWF sieht das nicht so. Der umstrittene Gipfel wird vom Umweltministerium unterstützt.

"Diese Veranstaltung hat mit Artenschutz nichts zu tun. Die Konferenz ist rein darauf angelegt, die Großwildjagd und den Tierhandel als Rettung für bedrohte Arten und Armutsbekämpfung zu propagieren", entrüstet sich Daniela Freyer von Pro Wildlife.

Berlakovich-Mitarbeiter goutiert Bejagung
Mit ihrer Empörung ist sie nicht allein. Auch "Vier Pfoten" protestiert gegen den Gipfel. Was die Löwenschützer besonders erregt: Der im Berlakovich-Ministerium für den internationalen Artenschutz zuständige Beamte Max Abensperg-Traun hat sich wiederholt für die Bejagung gefährdeter Tierarten ausgesprochen.

Wiens Tierschutz-Landesrätin Ulli Sima ist ausgestiegen: "Vertreter von Regierungen, die die kommerzielle Jagd und den Handel mit der seltenen Fauna ihres Landes ablehnen, etwa Kenia, wurden nicht eingeladen."

Laut Umweltministerium sind allerdings ein Drittel aller Konferenz-Teilnehmer Vertreter von renommierten Naturschutz-Organisationen. Darunter auch der über jeden Verdacht erhabene World Wide Fund for Nature (WWF) und auch die internationale Artenschutzorganisation Traffic.

von Mark Perry und Maggie Entenfellner, Kronen Zeitung

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