Mo, 18. Juni 2018

Streithähne in Graz

16.05.2011 14:41

45-jähriger Mann mit Flinte bedroht - Cobra stürmt Lokal

Fünf Stunden nach einer Auseinandersetzung, die in einem Café in Graz-Eggenberg stattgefunden haben soll, hat ein 45-Jähriger am Sonntagnachmittag seinen Kontrahenten angezeigt: Er sei von dem 56-jährigen Mann mit einer doppelläufigen Schrotflinte bedroht worden, behauptete er. Woraufin die Cobra das Lokal stürmte. Doch da hatten sich die beiden Streithähne bereits wieder versöhnt...

Der Ausgangspunkt der Auseinandersetzung liegt bereits vier Jahre zurück: Damals hatte sich das angebliche Opfer vom mutmaßlichen Täter 5.500 Euro ausgeborgt. Weil der spielsüchtige 45-Jährige viel Geld verzockt hatte.

2.500 Euro gab er zurück, ebenso viel soll er mit Arbeit bezahlt haben. Er behauptet, dass sich damit seine Schulden auf 500 Euro reduziert hätten. Sein Kontrahent ist anderer Meinung. Um die restlichen Schulden zu begleichen, sollte er in Großklein im Bezirk Leibnitz die Fassade eines Hauses renovieren: "Das kostet 7.000 Euro - weit mehr als ich dir schuldig bin!", soll der 45-Jährige entgegnet haben.

Streithähne vergaßen Zank bei Glas Bier
Besprochen wurde das alles schließlich am Sonntag in einem Café in Eggenberg, in dem der 56-Jährige als Koch arbeitet. Das Lokal gehört zwar ihm, doch er hat es an seine Ehefrau verpachtet. Dort soll es gegen 11 Uhr zum Streit gekommen sein. Der ältere der beiden Bosnier sagte, dass er seinem Landsmann die Flinte gezeigt habe, um ihn einzuschüchtern. Der 45-Jährige zeigte erst fünf Stunden später an, dass er mit der Waffe bedroht worden sei. Egal was war, danach vertrugen sie sich wieder; sie tranken noch gemeinsam ein Bier.

Die Cobra hatte also nicht viel zu tun, der 56-Jährige leistete keinen Widerstand. "Die Schrotflinte besitzt der Mann legal. Er hat von uns aber ein vorläufiges Waffenverbot bekommen", erklärte Ermittler Wolfgang Summer vom Landeskriminalamt.

von Peter Riedler, "Steirerkrone"
Symbolbild

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