Di, 16. Oktober 2018

Eishockey-WM

15.05.2011 23:09

Finnland gewinnt skandinavisches Finale mit 6:1

Finnland hat sich am Sonntag im skandinavischen Final-Duell gegen Schweden klar durchgesetzt und ist damit zum zweiten Mal nach 1995 Eishockey-Weltmeister. Das Suomi-Team entschied in Bratislava das Endspiel der Titelkämpfe in der Slowakei mit 6:1 (0:0, 1:1, 5:0) für sich und setzte sich im vierten Endspiel gegen die Nachbarn seit 1992 zum zweiten Mal durch. Das Spiel um Platz drei gewann Tschechien gegen Russland.

Die Schweden verpassten ihren neunten Titel, holten aber nach zuletzt zweimal Bronze die bereits dritte WM-Medaille infolge. Es dauerte fast eine halbe Stunde, bis im Finale endlich das erste Tor fiel. Die Schweden, die Österreich in der Vorrunde 3:0 besiegt hatten, gingen durch Magnus Pääjärvi in Führung. Der NHL-Stürmer traf mit einem satten Schuss ins Kreuzeck. Die Finnen hatten kurz zuvor eine Großchance ausgelassen.

Infolge des Gegentors agierte das Suomi-Team zunächst zwar leicht verunsichert, ein weiterer Gegentreffer blieb ihm jedoch erspart. In einem der wenigen Powerplays hatten die durch ein 3:0 über Russland ins Endspiel gekommenen Finnen bei einem Stangentreffer dann auch noch Glück. Im Gegensatz dazu gelang Jarkko Immonen, der mit seinem neunten Turniertreffer zum Torschützenkönig avancierte, sieben Sekunden vor Drittelende in Überzahl der Ausgleich.

Doppelschlag bricht Schweden das Genick
Ein Doppelschlag kurz nach Wiederbeginn brachte dann die Wende. Zuerst nützte Petteri Nokelainen (43.) einen der bis dahin seltenen Fehler der schwedischen Hintermannschaft zum 2:1. Dann bezwang Routinier Niko Kapanen (44.) Schwedens Tormann Viktor Fasth, der vor dem Finale zum wertvollsten Spieler des Turniers gewählt worden war, zum dritten Mal.

Das Dreikronen-Team, das im Halbfinale Titelverteidiger Tschechien (5:2) ausgeschaltet hatte, fand nicht mehr zurück in die Erfolgsspur und lief in der Schlussphase noch in ein Debakel. Denn Janne Pesonen (57.), Mika Pyorala (58) und Antti Pihlström (60.) erhöhten auf 6:1. Die beiden Final-Nationen sind in den kommenden zwei Jahren jeweils Co-Gastgeber der Titelkämpfe.

Bronze geht an Tschechien
Tschechien hat sich am Sonntagnachmittag im Spiel um Platz drei die Bronzemedaille gewonnen. Der entthronte Titelverteidiger besiegte Russland in Bratislava mit 7:4 (2:3, 3:1, 2:0). Roman Cervenka mit drei Treffern sowie Petr Prucha (2), Jan Marek und Tomas Plekanec führten die Tschechen in einem spektakulären Spiel zum Sieg und sorgten für einen versöhnlichen WM-Abschluss nach dem Halbfinal-Aus gegen Schweden. Die Russen, für die unter anderen Ilja Kowaltschuk zweimal traf, kassierten dagegen die dritte Pleite in Serie gegen Tschechien. Slawa Bykow blieb zum ersten Mal, seit er 2007 das Amt des russischen Nationaltrainers übernommen hat, ohne WM-Medaille.

Nach dem überraschenden Ausscheiden im Halbfinale zeigten beide Mannschaften in der Neuauflage des letztjährigen Endspiels vor 9.283 Zuschauern ein Offensivspektakel. Ein schnelles 0:1 drehten die an Finnland gescheiterten Russen binnen 15 Sekunden. Im zweiten Drittel machte dagegen Tschechien, das schon die Partie in der Zwischenrunde gegen die Russen (3:2) gewonnen hatte, einen Rückstand wett. Nachdem Jan Marek (47.) das wegweisende 6:4 erzielte hatte, sorgte Plekanec (59./ins leere Tor) für die Entscheidung.

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