Di, 25. September 2018

Bär auf Streifzug

15.05.2011 15:21

Gailtaler Zottel tappt in Fotofalle der "Krone"

Braunbären fühlen sich in Kärnten immer wohler! Prompt tappte jetzt auch noch ein ausgewachsener, wohl knapp 200 Kilogramm schwerer Zottel im Unteren Gailtal in eine Fotofalle der "Kärntner Krone". Redakteur Hannes Wallner hatte sie für Testzwecke in den Karnischen Alpen aufgestellt. Mehr als 30 Bienenstöcke haben heuer schon zwei Bären im Rosental und im Oberen Gailtal geplündert.

Erst in der Nacht auf Freitag konnten bei einem Bienenstock in Kötschach-Mauthen Kratzspuren sichergestellt werden. Experten gehen davon aus, dass es sich um zwei verschiedene Tiere handelt. Und kürzlich tappte dann auch noch ein dritter, heimlicher und unauffälliger Braunbär im Unteren Gailtal in eine Fotofalle der "Kronen Zeitung".

Zwischen acht und zehn Braunbären auf Tour
Alles Bestätigungen dafür, dass "Meister Petz" in Kärntens Wäldern immer heimischer wird, was Kärntens Bärenanwalt Bernhard Gutleb seit Jahren schon prognostiziert. Gutleb: "Ich rechne damit, dass bei uns zwischen acht und zehn Braunbären unterwegs sind. Fast täglich gehen bei mir derzeit neue Meldungen und Sichtungen sowie Schäden von Braunbären ein. Und diese stammen allesamt aus den Karawanken sowie den Karnischen und Gailtaler Alpen, wie etwa dem Gebiet um den Reißkofel."

90 Schafe fielen zum Opfer
Alleine im Vorjahr fielen etwa auf dem Kirchbacher Wipfel mehr als 90 Schafe dem Bären zum Opfer. Gutleb: "Die Schäden sind inzwischen abgegolten. Ich gehe aber davon aus, dass hier zeitweise auch der Wolf unterwegs gewesen ist." Der Schaden durch Bär und Wolf im Vorjahr: stolze 50.000 Euro. Für heuer wurde deshalb sogar ein eigenes Budget im Naturschutzreferat bereitgestellt.

Faktum ist: Bär und Wolf, aber auch der Luchs, werden wieder heimisch. Und weder Politiker, Bauern noch Jäger können die Tiere davon abhalten. Wichtig wäre ein Großwild-Management, wie es etwa Italien und die Schweiz erfolgreich betreiben. Unverständlich ist daher für viele, warum das Land Kärnten ein geplantes Monitoring nach einem erfolgreichen Pilot-Projekt einfach auf Eis gelegt hat.

von Hannes Wallner, Kärntner Krone

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