Mo, 22. Oktober 2018

Im Rausch gestürzt

14.05.2011 14:49

19-Jähriger erfand aus Scham vor Eltern Raubüberfall

Wer einen Raubüberfall erfindet, wird wegen Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung angezeigt. Im Falle einer Verurteilung drohen bis zu sechs Monate Gefängnis. Das dürfte aber den wenigsten bewusst sein. Wie jenem 19-Jährigen, der im Rausch auf die Nase fiel, Handy sowie Geldtasche verlor und dann laut Exekutive aus Scham einen Brutalo-Raub anzeigte.

"Es tut mir leid, ich habe den Raub erfunden", gestand der Lackierer gegenüber der Raubgruppe der Grazer Polizei. Aus Scham vor seinen Eltern habe er den Überfall fingiert, damit er erklären konnte, warum Geldtasche und Handy weg waren. Auch sein geschwollenes Gesicht hätte perfekt zu dem brutalen Angriff gepasst.

Nase am Gehsteig aufgeschlagen
"Tatsächlich ist er aber am vergangenen Wochenende in Graz-Puntigam gestürzt und hat sich die Nase am Gehsteig aufgeschlagen", weiß der ermittelnde Beamte Mario Hartmann. Der Kroate hatte schon 2007 einmal mit der Polizei zu tun gehabt, damals allerdings als Raub-Verdächtiger.

Heuer bereits sieben Fingierungen in Graz aufgedeckt
Sieben Fingierungen konnten heuer in Graz bereits aufgedeckt werden. Insgesamt wurden im Stadtgebiet 59 Überfälle angezeigt - einer mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

von Eva Molitschnig, "Steirerkrone"

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