Sa, 18. August 2018

Eishockey-WM

13.05.2011 23:05

Schweden und Finnland bestreiten Finale in Bratislava

Schweden und Finnland bestreiten am Sonntag in Bratislava das Finale der Eishockey-WM. Das Dreikronenteam bezwang im Halbfinale am Freitag den Titelverteidiger Tschechien mit 5:2 (0:0,2:1,3:1), Suomi setzte sich gegen den Rekord-Champion Russland mit 3:0 (0:0,1:0,2:0) durch. Das Spiel um Platz drei beginnt am Sonntag um 16 Uhr, das Finale steigt um 20.30 Uhr.

Die Skandinavier gerieten im ersten Halbfinal-Spiel am Freitagabend nach torlosem ersten Drittel zwar 0:1 in Rückstand, drehten aber das Match mit vier Treffern in Serie zum 5:2-Endstand (0:0,2:1,3:1). Bei der Neuauflage der Halbfinal-Duelle von 2001, 2005 und 2010, die bis alle an die Tschechen gegangen waren, trafen Patrik Berglund (25./60. Minute), Mikael Backlund (36.), Jimmie Ericsson (49.) und Marcus Krüger (53.) für die Schweden. Ein Doppelpack von Patrik Elias (21./55.) war für die Tschechen zu wenig.

Nur kurze Führung für Tschechien
Nach einer matten Anfangsphase starteten die Tschechen um Altstar Jaromir Jagr erfolgreich ins zweite Drittel. NHL-Profi Elias (New Jersey Devils) sorgte mit einem Schuss aus dem Hinterhalt für die Führung, die aber nur knapp vier Minuten Bestand hatte. Toptorjäger Berglund gelang der Ausgleich, Backlund markierte noch im selben Abschnitt nach einem Gegenstoß die Führung.

Tschechien, das zuvor alle WM-Matches klar gewonnen hatte, geriet zum ersten Mal in Rückstand. Das spielte den pfeilschnellen Schweden in die Karten: Nachdem Loui Eriksson per Penalty noch am Tschechen-Goalie Ondrej Pavelec gescheitert war, sorgten Ericsson wieder per Konter und Krüger bei einem Gestochere vor dem Tor für die Entscheidung. Elias' zweites Tor änderte am Ausgang nichts mehr, ins leere Tor markierte Berglund seinen achten Turniertreffer.

Finnland überraschte mit Sieg über Russland
Auch der deutliche Erfolg Finnlands kam überraschend. Die Helden waren Mikael Granlund, der mit einem Traumtor (26.) den Sieg einleitete, Jani Lajunen (48.) und Jarkko Immonen (50.). Der 19-jährige Granlund kurvte hinter dem russischen Tor hervor, lupfte schon da den Puck mit dem Schläger in die Höhe und beförderte ihn am Helm des verdutzten Keepers Konstantin Barulin vorbei ins Tor.

Selbst die erfahrenen Cracks aus Russland bestaunten die mehrmalige Wiederholung des Tors auf dem großen Videowürfel mit ungläubigen Blicken. Das Team von Coach Wjatscheslaw Bykow war der Führung bis zu Granlunds Geniestreich näher, in der Folge blieben die Superstars Alexander Owetschkin und Ilja Nikulin aber glanzlos, Lajunen und Immonen nutzten die Konfusion und sorgten für die Entscheidung. Auch beim bisher letzten WM-Finaleinzug vor vier Jahren hatten die Finnen im Halbfinale Russland besiegt.

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