Mo, 22. Oktober 2018

"Auge" im Plabutsch

13.05.2011 12:50

Steiermark bekommt ihre erste Section Control

Die Steiermark bekommt ihre erste Section-Control-Anlage. Die Raser-Falle wird im Herbst im Plabutschtunnel der Pyhrnautobahn installiert. Damit soll im längsten zweiröhrigen Straßentunnel Europas die Unfallrate um bis zu 40 Prozent gesenkt werden.

Knapp 33.000 Fahrzeuge, davon 13 Prozent Lkws und im Schnitt 60 Gefahrguttransporte, rollen täglich durch die rund zehn Kilometer lange Doppelröhre, durch die Graz in der westlichen Hügelkette umfahren wird. Immer wieder kommt es zu Unfällen wegen überhöhter Geschwindigkeit. Von 2005 bis 2010 waren es insgesamt 40 mit 55 Verletzten und fünf Todesopfern, so die Statistik der Asfinag. Die Wahrscheinlichkeit, in einem Tunnel zu verunfallen, sei auf Autobahnen zwar geringer als außerhalb, komme es jedoch dazu, dann seien die Auswirkungen ungleich dramatischer.

Anlage soll im September in Betrieb gehen
Vor diesem Hintergrund hat man sich zur Installation der fünften dauerhaften Section Control in Österreich im Plabutschtunnel der A9 entschlossen. Die Technik werde dieselbe wie bei den vier bereits bestehenden Anlagen im Wiener Kaisermühlentunnel (A22), dem niederösterreichischem Wechsel-Abschnitt der Südautobahn (A2), dem Ehrentalerbergtunnel (ebenfalls A2) in Kärnten und in Amras auf der Inntalautobahn (A12) sein. Die ersten Bauvorbereitungen in Graz werden bereits getroffen, ab September soll die Anlage dann in Betrieb gehen, so Rainer Kienreich von der Asfinag.

Nicht unter sechs Minuten und neun Sekunden
Bisherige Geschwindigkeitsmessungen zeigten, dass etwa jeder zweite Pkw-Lenker im Plabutschtunnel von der Section Control erwischt worden wäre. Will man auf der sicheren Seite sein, um keine Strafe zu zahlen, sollte man jedenfalls nicht unter einer Zeit von sechs Minuten und neun Sekunden durchfahren, denn so lange dauert es bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 100 km/h, um am Ende des Tunnels wieder Tageslicht zu erblicken.

Verkehrslandesrat Kurzmann unterstrich die Notwendigkeit der Section Control, denn es "darf keine Toleranz für Raser vor allem in Tunnel geben, weil die Konsequenzen viel höher sind". Für das Grazer Stadtgebiet soll infolge der neuen Anlage die Verkehrsbelastung sinken, denn weniger Unfälle bedeuteten weniger Tunnelsperren und damit weniger Umleitungen durch das innerstädtische Straßennetz.

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