Mo, 25. Juni 2018

Teure Kennzeichen

13.05.2011 12:05

Steirische Autofahrer bremsen bei Wunschtafeln

War es zu Beginn in den 1990er-Jahren noch eine äußerst beliebte Sache, sein Auto mittels möglichst kreativem Wunschkennzeichen aufzufrisieren, so greifen heute nur noch wenige zu diesem Mittel. Seit 2007 brechen in der Steiermark die Einnahmen ein, weshalb das Land nun überlegt, eine Imagekampagne zu starten.

18 Euro kostet in der Regel Kfz-Besitzer ein neues, "normales" Nummerntaferl. Für eine individuelle Ausschilderung ist mittlerweile der stolze Preis von 227,20 Euro hinzublättern - gültig für 15 Jahre. Sicherlich ein Grund, wieso die Nachfrage ins Stottern gekommen ist: "Die Einnahmen betrugen beispielsweise noch 2006 in der Steiermark 303.638 Euro, 2008 waren es bereits nur noch 253.600 Euro", heißt es dazu aus dem Büro von Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann.

Geld zu 100 Prozent zweckgebunden
Mit der Verringerung des Wunschkennzeichen-Bestandes gehen wichtige Einnahmen verloren: "Das Geld ist ja zu 100 Prozent zweckgebunden, es wird ausschließlich für Verkehrssicherheitsarbeit hergenommen. Daher wird nun überlegt, das Produkt neu zu positionieren", so die Landesexperten. Geplante "Werbeslogans" könnten wie folgt aussehen: "Für weniger als drei Cent pro Tag fördern Sie die Sicherheit auf unseren Straßen" oder "Wunschkennzeichen-Fahrer übernehmen Verantwortung für die Gesellschaft!"

Individuelle GUler
Einen Ausreißer aus der Steiermark-Statistik machen übrigens die Bewohner von Graz-Umgebung: "In unserem Bezirk gehen nach wie vor 400 bis 500 Wunschtaferln pro Jahr über den Ladentisch", merkt Mitarbeiter Günter Scherübl nichts von einer sinkenden Nachfrage. Der Beamte weiß auch, was erlaubt ist: "Grundsätzlich alles, was gefällt - mit Ausnahme von lächerlichen oder anstößigen Kombinationen." Die da wären? "Auf alle Fälle gehören dazu sämtliche Abkürzungen mit nationalsozialistischem Hintergrund, wie SS, HJ oder KZ."

von Barbara Winkler, "Steirerkrone"

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