So, 19. August 2018

Nach Schmieraktion

12.05.2011 18:07

Videoüberwachung für Rote-Armee-Denkmal gefordert

Für diplomatische Verstimmungen sorgt derzeit eine Schmieraktion am Denkmal der Roten Armee am Schwarzenbergplatz. Im Vorfeld der Feierlichkeiten zum Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai wurde das Denkmal mit schwarzer Farbe beschmiert. Neben der Vorbereitung einer Protestnote bittet Russland die Republik zudem, eine Videoüberwachungsanlage zu installieren, um ähnliche Vorfälle künftig zu vermeiden.

Bereits im Jahr 2008 war es zu einer Schmieraktionen am Denkmal gekommen - hinter der Tat damals wurden Rechtsextreme vermutet. Aus dem Innenministerium in Wien hieß es am Donnerstag, man habe am Sonntag sein Bestes getan, um die Schmierereien zu entfernen, gegen die Täter sei Anzeige erstattet worden.

Videoüberwachung gefordert
Eine Sprecherin der russischen Botschaft bestätigte am Donnerstag die Vorbereitung einer Protestnote. "In ersten mündlichen Kontakten haben uns die österreichischen Stellen ihr Bedauern mitgeteilt, das nehmen wir zur Kenntnis", sagte der russische Botschafter Sergej Netschajew. Geht es nach den Russen, soll eine Videoüberwachungsanlage am Schwarzenbergplatz im Bereich des Denkmals installiert werden.

Keine Verschlechterung der Beziehungen mit Österreich
Der russischen Protestnote wollen sich auch die Vertretungen der früheren Sowjet-Republiken Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan, Ukraine und Weißrussland anschließen. Eine Verschlechterung der Beziehungen mit Österreich sieht man in der russischen Botschaft durch die Protestnote aber nicht. Es gebe "gute Beziehungen" zur Regierung in Wien, betonte Botschafter Netschajew.

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