01.02.2022 11:57 |

Olympia in Peking

Trotz 200 Corona-Fälle: „Noch unter Kontrolle“

Die Organisatoren erwarten „reibungslose“ Olympische Winterspiele in Peking. „Die Sicherheit und Gesundheit der Teilnehmer ist unsere höchste Priorität“, sagte der Sprecher des Organisationskomitees, Zhao Weidong, am Dienstag vor der Presse in der chinesischen Hauptstadt. Die Vorbereitungen liefen gut. Der für die Pandemie-Vorbeugung verantwortliche Vizedirektor Huang Chuna nannte die getroffenen Maßnahmen „sehr effizient“.

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Obwohl es in den vergangenen Tagen bei den Anreisenden eine Zunahme der Fälle gegeben habe, sei es nicht zur Verbreitung des Virus unter Teilnehmern gekommen. „Es ist noch unter Kontrolle“, sagte Huang Chun. Die Maßnahmen müssten nicht angepasst werden. Alle Anreisenden müssen sich vor dem Abflug und bei der Ankunft testen lassen. Bis zu 1.700 Ankömmlinge wurden schon an einem Tag gezählt, wobei jeweils einige Dutzend Infektionen festgestellt worden waren.

Alle angereisten Sportler und andere Olympia-Teilnehmer können sich nur innerhalb „geschlossener Kreisläufe“ bewegen, ohne dass sie Kontakt zu Land und Leuten haben. Täglich wird getestet.

Zu möglichen politischen Äußerungen der Sportler sagte die Vorsitzende der chinesischen Athletenkommission, Yang Yang, auf Pressekonferenzen und in Interviews könnten Sportler „ihre Meinung äußern“. Für Medaillenverleihungen gebe es gleichwohl „strenge Regeln“. Die Organisatoren arbeiteten eng mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) zusammen. „Wir werden sicherstellen, dass die Regeln befolgt werden.“

Die Sportler seien „Vorbilder für die ganze Welt“ und genössen viel Aufmerksamkeit, hob Yang Yang hervor. Natürlich hätten sie ihre eigene Meinung. Olympische Spiele seien allerdings ein besonderes Ereignis, bei dem gezeigt werden solle, dass es zwar Unterschiede gebe, die aber gemeinsam überwunden werden könnten.

Sprecherin Yan Jiarong versprach eine „wunderbare“ Eröffnungsfeier am Freitag. Das Spektakel im „Vogelnest“ genannten Nationalstadion wird wie schon bei den Sommerspielen 2008 in Peking wieder vom chinesischen Starregisseur Zhang Yimou arrangiert. „Sie werden beeindruckt sein“, sagte die Sprecherin.

Die Organisatoren hoffen zudem, dass rund ein Drittel der Zuschauerplätze an den Wettkampfstätten belegt werden können. Eintrittskarten werden jedoch nicht an die breite Öffentlichkeit verkauft, sondern wegen der Corona-Pandemie nur an ausgewählte Zielgruppen von Chinesen gehen. „Wenn wir eine Person auf jeden dritten oder vielleicht sogar zweiten Platz hätten, dann wäre das schon ein tolles Ergebnis“, erklärte Christophe Dubi, Olympiadirektor des Internationalen Olympischen Komitees.

Dubi sagte zudem, dass auch Ausländer, die in Peking leben, die Bewerbe besuchen könnten. „Das ist nicht nur für Chinesen möglich, sondern für alle Bewohner hier. Darauf bestehen wir“, so Dubi. Zuschauer aus dem Ausland sind hingegen nicht erlaubt.

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