27.01.2022 21:00 |

Biathlon-Hoffnung

Für Toptalent Lea geht es Schlag auf Schlag

Lea Rothschopf zählt zu den größten Biathlon-Talenten Österreichs. Erst vor wenigen Tagen bewies sich die Kuchlerin im Rahmen der Junioren-EM, nun darf sie sich erstmals mit der Elite messen.

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Mit Simon Eder, Julia Schwaiger und Katharina Innerhofer reisen am Freitag drei Salzburger Biathleten zu den Olympischen Spielen nach Peking. Es ist das ganz große Winterhighlight in dieser Saison. Alle Augen sind auf die Sportler gerichtet, die in China um Gold, Silber und Bronze kämpfen. Doch auch in Europa wird um Spitzenplätze gekämpft. Genauer gesagt am Arber im Bayerischen Wald, wo seit Mittwoch die Biathlon-EM über die Bühne geht.

Mit Nikolaus Leitinger war ein Salzburger Loipenjäger bereits im Einsatz, im Einzel lief es mit Rang 51 nicht nach Wunsch. Am Freitag bekommt er ab 10.30 Uhr im Sprint eine weitere Chance. Nur kurz danach, ab 14 Uhr, greift auch eine Dame aus dem Bundesland an. Lea Rothschopf wird mit Nummer 25 an den Start gehen und sich erstmals auf dieser Bühne mit zahlreichen Topathleten matchen. „Es taugt mir voll, dass ich bei der Allgemeinen (Klasse) laufen darf. Da werde ich sehen, wo ich stehe. Die Strapazen dafür nehme ich gerne in Kauf“, grinst die 20-Jährige im Gespräch mit der „Krone“.

Rothschopf zeigte bei der Junioren-EM groß auf
Für die Kuchlerin geht es derzeit Schlag auf Schlag. Denn erst vor wenigen Tagen kämpfte sich noch bei der Junioren-EM in Pokljuka (Slowenien) um Spitzenplätze. Diese gelangen ihr reihenweise, gleich dreimal gelang ihr der Sprung in die Top-8. Besonders bitter verlief der Einzelbewerb, wo sie in Führung liegend zum letzten Schießen kam, sich dort aber zwei Fehler leistete. „Der Stadionsprecher konnte Deutsch, daher habe ich alles verstanden, wenn er durchgesagt hat, dass ich führe. Leider sind mir die Fehler passiert, insgesamt bin ich aber sehr zufrieden.“

Das kann sie auch sein, denn die Psychologie-Studentin hat einen beachtlichen Sprung in ihrer Entwicklung genommen. „Das macht natürlich Spaß und motiviert mich auch“, hat Rothschopf noch einiges vor. Bei der EM geht es darum, Erfahrungen auf diesem Niveau zu sammeln und möglichst viel aufzusaugen. Denn eine große Aufgabe wartet in dieser Saison noch auf Lea. „Das ist die Junioren-WM Ende Februar in Soldier Hollow“, erklärt sie.

In den USA sind die Top-10 fest als Ziel im Kopf verankert. Dazwischen wird sie natürlich die Olympischen Spiele verfolgen, sofern es die Zeit zulässt. „Da werde ich für unsere Athleten die Daumen drücken.“ Und wer weiß, wenn Rothschopf sich so weiterentwickelt, könnte sie in vier Jahren in Cortina ja vielleicht sogar selbst am Start stehen.

Christoph Nister, Kronen Zeitung

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