So, 21. Oktober 2018

Maggies Kolumne

05.05.2011 13:30

Auch über ungelegte Eier muss man sprechen

Eine Welle der Empörung löste die geplante Tötung von Küken aus! Mein geschätzter Kollege und Tierfreund Mark Perry berichtete über den Skandal im Gesundheitsministerium. Eine Beamtin forderte, ungeschlüpfte Küken durch eine Spritze in den Dottersack zu eliminieren. Originalzitat: „Bruteiern, welche im Innenhof des Ministeriums gefunden werden, soll ein entsprechendes Mittel injiziert werden, um die darin befindliche Brut schmerzfrei zu töten“. Ist ein Küken das kurz vor dem Schlüpfen steht kein Lebewesen? Glauben Sie tatsächlich dass diese Tiere dabei keinen Schmerz empfinden? Wie herzlos und unbedacht muss man sein, einen solchen Erlass zu tätigen?

„Leider ist dies laut Bundestierschutzgesetz durchaus zulässig, denn diese Küken gelten noch als Keimlinge und nicht als Lebewesen“ ist auch der Wiener Tierschutzombudsmann Hermann Gsandtner empört über das Vorgehen der Beamtin. Aus dem Büro des Ministers kommt Dank des Berichtes in der „Krone“ Entwarnung. Man wird keinesfalls diesen absurden Vorschlag umsetzen. Jedoch muss eine tierfreundliche Lösung gefunden werden. Denn, die Höhe des besagte Innenhofes macht es den Küken unmöglich nach dem Schlüpfen ans Wasser zu fliegen. Also wurden Entenexperten kontaktiert – diese werden die Kleinen einfangen und samt Mama in die Freiheit entlassen. Und man überlegt, wie man künftig verhindert, dass Enten in dem ungeeigneten Hof ihre Eier ablegen.

Ein kleiner Tipp: Hören wir auf jedes Fleckchen Erde zu verbauen. Wir kümmern uns um die Rettung der Tiger und Wale (was ich selbstverständlich für sehr wichtig halte) – aber auch unsere heimischen Wildtiere brauchen Lebensräume um zu überleben!

Maggie Entenfellner

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