Alejandro Rico-Guevara und Margaret Rubega von der University of Connecticut filmten die Kolibris bei der Nahrungsaufnahme, um einen genauen Einblick in die Trinktechnik zu bekommen. Eigens angefertigte Kunstblumen mit einem durchsichtigen Nektarreservoir erlaubten den Biologen eine detaillierte Analyse.
Die Auswertung offenbarte, dass Kolibris ihre Zunge aufklappen können und somit wie mit einem Strohhalm trinken. Sobald die Zunge den Blütensaft berührt, verändert sie sich: Sie nimmt eine Röhrenstruktur an, schnellt zurück in den Schnabel und liefert die Nahrung ab. Dieser Vorgang wiederholt sich bis zu 20 Mal pro Sekunde, wie die Forscher Fachmagazin "PNAS" berichten.
Bislang waren Biologen der Ansicht, dass Kolibris Blütensäfte ansaugen. Aufgrund des hohen Zuckergehaltes wäre diese Technik allerdings nicht bei allen Nektararten möglich, da Blütensäfte mit einem Zuckergehalt von mehr als 40 Prozent viel zu dickflüssig wären.
Die kleinsten Vögel der Welt
Kolibris sind winzige Vögel, die vor allem in Nord- und Südamerika beheimatet sind. Zur Gattung der Kolibris gehört auch der kleinste Vogel der Welt, die Bienenelfe. Sie misst samt Schnabel und Schwanzfeder nur sechs Zentimeter. Besonders bemerkenswert ist weiters, dass Kolibris vorwärts und rückwärts fliegen und ihre Flügel pro Sekunde bis zu 200 Mal bewegen können.
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