19.01.2022 12:15 |

Neue Regeln fixiert

Kindergärten schließen erst bei Cluster

In Wiener Kindergärten ist ein Infektionsfall nun kein Grund mehr, eine ganze Gruppe zu schließen und in Quarantäne zu schicken. Die Betreiber der Betreuungseinrichtungen werden nun über die neuen Regeln informiert, wie das Büro des zuständigen Stadtrats Christoph Wiederkehr (NEOS) am Mittwoch mitteilte.

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Die Personen der betreffenden Gruppe sind nicht mehr als Kontaktpersonen zu klassifizieren. Ausnahmen gibt es nur bei begründeten Einzelfällen. Eine Gruppenschließung erfolgt erst, wenn zwei oder mehrere Kinder - oder auch eine Betreuungsperson - positiv auf Covid getestet wurden.

Selbes Prozedere wie bisher
Dann folgt jenes Prozedere, das bisher auch schon bei nur einem Fall notwendig war. Die Gruppe wird für fünf Tage ab dem Letztkontakt zur positiven Person geschlossen. Quarantäne gilt dann für alle Betroffenen, die ungeimpft sind - was bei Kindergartenkindern zumeist zutrifft, da erst ab einem Alter von fünf Jahren immunisiert wird. Ab dem sechsten Tag darf der Kindergarten mit negativem PCR-Test wieder besucht werden, sofern die Gruppe offen ist.

Auch wenn nur ein Fall auftritt, wird den Eltern zu Vorsichtsmaßnahmen geraten. Sie werden dann mittels eines Informationsschreibens ersucht, Kontakte dringend zu reduzieren und etwa Geburtstagsfeiern zu meiden.

Änderung soll weniger Gruppenschließungen bringen
Wiederkehr hat sich bereits vor einiger Zeit dafür ausgesprochen, die Quarantänebestimmungen in Kindergärten zu ändern - um die Anzahl der geschlossenen Gruppen zu reduzieren. Nach Gesprächen mit dem Gesundheitsministerium und einer entsprechende Klarstellung passiert dies nun. Geändert wurde zuvor schon die Schließzeit, nachdem Gruppen zuletzt bei einem Infektionsfall noch zehn Tage zugesperrt wurden. Aktuell gibt es knapp 150 Teilsperren von Kindergärten, hieß es im Büro des Bildungsstadtrats.

Test in Wiener Kindergärten gefordert
Anders als in den Schulen wird in den Kindergärten nicht mehrmals in der Woche getestet. Die Opposition in Wien fordert hier neue Strategien. ÖVP und Grüne etwa plädieren für die Einführung kindergerechter Tests.

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