Fr, 19. Oktober 2018

Vergewaltigung

04.05.2011 12:39

Zuhälter zu fünf Jahren Haft verurteilt

Zu fünf Jahren unbedingter Haft wegen Menschenhandels, Vergewaltigung und Zuhälterei ist am Mittwoch ein 31-jähriger Rumäne am Landesgericht Klagenfurt verurteilt worden. Er soll seine 19-jährige Frau und deren gleichaltrige Freundin beauftragt haben, im April 2010 eine damals 17-jährige Rumänin zu vergewaltigen. Außerdem soll er das Mädchen zur Prostitution gezwungen haben. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Die Frauen hatten in einer früheren Verhandlungsrunde bereits zwei Jahre Haft ausgefasst, nun wurde auch der Mann verurteilt. Er habe dem Mädchen gedroht, sein Gesicht zu zerschneiden, wenn es nicht endlich Geld bringe. So lautete ein Anklagepunkt von Staatsanwältin Tanja Kapper.

Der Rumäne bestritt die Vorwürfe, das Mädchen habe von sich aus in das Milieu wollen, es hätte es gar nicht erwarten können, endlich 18 zu werden, damit es in Österreich Geld verdienen könne. Die beiden Frauen hätten die Jugendliche auf ihr Geheiß hin defloriert, damit es nicht "irgendein Freier" macht, behauptete der Angeklagte vor dem Schöffensenat mit Richterin Michaela Sanin.

Verteidiger vermutet verschmähte Liebe
Die Verteidigung vermutete hinter den Vorwürfen der 18-Jährigen Rache für verschmähte Liebe. Der 31-Jährige habe mit dem Mädchen eine Affäre gehabt, sich aber dann doch zu seiner Frau bekannt. Erschwerend war für Sanin das Zusammentreffen mehrerer Tatbestände, als mildernd galt seine Unbescholtenheit. Der Rumäne erbat sich drei Tage Bedenkzeit, die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab.

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