17.01.2022 07:00 |

„Leben vom Tourismus“

Manhart wehrt sich nach Kritik von ÖGB-Chef

In Lech stehen aufgrund von Personalmangel zwei Liftanlagen still. Der mächtige Seilbahnchef Michael Manhart hatte daraufhin im ORF-Interview die These aufgestellt, dass „bei uns Arbeitslose offenbar so gut bezahlt werden, dass sie nicht mehr in den Skigebieten arbeiten wollen“. Der ÖGB-Landeschef warf ihm deswegen „Steinzeitrhetorik“ vor, was wiederum Manhart nicht auf sich sitzen lassen will.

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Konkret hatte ÖGB-Landeschef Reinhard Stemmer Manhart vorgeworfen, dass dessen „Attacke“ auf arbeitslose Menschen nur ein Ablenkungsmanöver wäre, da die Personalmisere hausgemacht sei: „Jedes Jahr werden Millionenbeträge in die Infrastruktur investiert, gespart wird dafür beim Personal. Sitzheizungen in Sesselliften sind offenbar wichtiger wie heimische Arbeitskräfte, die mit Leidenschaft für die Gäste da sind.“

Das wiederum will Manhart so nicht stehen lassen: „Sitzheizungen sind in keinem österreichischen Skigebiet wichtiger als heimische Arbeitskräfte! Sie sind aber Teil jener Maßnahmen, mit denen wir unsere Skigebiete attraktiver machen wollen.“ Eines müsse jedem klar sein: „Wir alle leben von und mit glücklichen Gästen. Ohne Tourismus wären unsere Hochtäler entvölkert.“ Zudem sei es schlicht falsch, dass die Arbeitsbedingungen in den Skigebieten schlecht wären: „Seilbahnbetriebe entlohnen mindestens nach dem mit dem ÖGB gemeinsam festgelegten Kollektivvertrag. Mitarbeiter erhalten zudem sehr günstig Kost und Logis und selbstverständlich einen Gratisskipass.“

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Wir alle leben von und mit glücklichen Gästen. Ohne Tourismus wären unsere Hochtäler entvölkert.

Michael Manhart

Fakt bleibe, dass eine Lösung für das Personalproblem gefunden werden müsse. Ansonsten drohe, nicht zuletzt befeuert durch die Corona-Pandemie, die Schließung touristischer Betriebe - „das wissen auch die Regierung und der ÖGB“, so Manhart.

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