Mi, 23. Jänner 2019

Auf Staatskosten

03.05.2011 22:13

Stimmtraining und Flirten: Skurrile Kurse für Bauern

Das Landwirtschaftliche Fortbildungsinstitut nimmt seinen "Bildungsauftrag" offenbar recht ernst: Um den Bäuerinnen und Bauern das Leben in den Bergen etc. zu erleichtern, werden zum Teil skurril klingende Seminare angeboten: Vom "Stimmtraining für den professionellen Auftritt im Freien" bis zu spannenden Flirt-Tipps.

Unter "Bauernfängerei" versteht man üblicherweise eine Täuschung, die sogar mit Betrug enden kann. Das Landwirtschaftliche Fortbildungsinstitut (LFI) mit seinen 12.000 Veranstaltungen für mehr als 280.000 Teilnehmer hingegen konzentriert sich laut Eigendefinition auf die Bedürfnisse des ländlichen Raums. Agrarfördermittel in der stolzen Höhe von 8,8 Millionen Euro werden laut FP-Agrarsprecher Harald Jannach aber für reine Hobbykurse ausgegeben: "Eine parlamentarische Anfrage zeigt, dass hier Seminare subventioniert werden, die nur dem persönlichen Vergnügen dienen."

Damit meint der Abgeordnete zum Beispiel den Kurs "Stimmtraining für den professionellen Auftritt im Freien". Laut LFI handelt es sich dabei allerdings um die Perfektionierung des persönlichen Auftretens von Naturvermittlern. Auch das Seminar "Türl auf – raus aus dem Hamsterrad" stellt für Jannach kein Thema dar, "das aus dem Agrarbudget gefördert werden dürfte".

Nur verständlich, dass in Zeiten des TV-Hits "Bauer sucht Frau" auch ein staatlich unterstützter Kurs mit dem Marketing-Titel "Die Kunst des Flirtens – Wie komme ich besser an?" von den Freiheitlichen als "Unsinn" bezeichnet wird.

von Christoph Matzl, Kronen Zeitung

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