So, 18. November 2018

Manöver geglückt

18.05.2011 15:57

"Endeavour" dockt an der Raumstation ISS an

Die Raumfähre "Endeavour" ist am Mittwoch an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Das Manöver sei planmäßig um 12.14 Uhr MESZ gelungen, teilte die US-Weltraumbehörde NASA mit, die Livebilder davon übertrug. Das Shuttle war am Montag mit sechs Astronauten vom Kennedy-Weltraumbahnhof nahe Cape Canaveral in Florida gestartet und soll bis zum 30. Mai an der ISS bleiben.

Das Shuttle brachte zur Abschiedsvisite sechs Astronauten - fünf Amerikaner und einen Italiener - mit. Auf sie kommen nun arbeitsreiche Tage zu. Viermal sollen während der 16 Tagen dauernden "Endeavour"-Mission Crewmitglieder aussteigen, um die ISS aufzumöbeln. Der erste Außeneinsatz steht bereits am Freitag an.

Die Mannschaft wird unter anderem auch einen zwei Milliarden Dollar (knapp 1,4 Milliarden Euro) teuren Teilchendetektor namens "Alpha Magnetic Spectrometer 2" installieren. Das 6,8 Tonnen schwere Gerät soll in den kommenden zehn Jahren soll unter anderem Wissenswertes zur Antimaterie, zur Dunklen Materie und zum Ursprung kosmischer Strahlen erkunden und könnte dazu beitragen, mehr über den Urknall zu erfahren, hofft die NASA.

Der Start des Shuttles hatte für großes Medieninteresse gesorgt, weil die bei einem Attentat schwer verletzte Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords, die Ehefrau von Shuttle-Kommandant Mark Kelly, zugegen war. Die Raumfähre hätte eigentlich schon am 29. April abheben sollen, doch Probleme mit einer Heizvorrichtung für Treibstoffleitungen verzögerten den Start.

Shuttle-Programm bald Geschichte
Die "Endeavour" ist das vorletzte Spaceshuttle im All. Nach der Rückkehr von ihrem 25. Flug am 1. Juni wird sie im Wissenschaftszentrum in Los Angeles ausgestellt. Bereits im März war die "Discovery" letztmalig zur ISS geflogen. Ende Juni steht noch der Flug der "Atlantis" an, dann ist das Shuttle-Programm der USA nach 30 Jahren Geschichte. Anschließend wird die NASA für einige Zeit auf russische Hilfe angewiesen sein, um ihre Astronauten ins All zu befördern.

Das Constellation-Programm der USA, das zur traditionellen Kombination aus Trägerrakete und Raumkapsel zurückkehrt, dürfte wegen Sparzwängen frühestens 2015 einsatzbereit sein.

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