11.01.2022 10:00 |

Schulstart

„Für uns ist das ja alles nichts Neues“

Omikron hin oder her - strikte Maßnahmen wie Masken oder engmaschige Tests gehören seit Monaten zum Schulalltag dazu. Salzburgs Schüler zeigen sich wenig beeindruckt.

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Ich freue mich schon auf die Schule, aber ich hoffe, wir müssen nicht mehr ins Homeschooling zurück.“ Für Schülerin Elisabeth (14) sowie für die restlichen rund 70.000 Schüler Salzburgs stand der erste Schultag nach den Weihnachtsferien im Zeichen von Omikron.

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Der Schulstart nach den Weihnachtsferien ist gut gelaufen. Ich war ein bisschen nervös, aber auch das Testen in der Früh hat bei allen gut geklappt.

Lena Lasinger (16) besucht das Akademische Gymnasium Salzburg

Doch trotz steigender Infektionszahlen und der Ungewissheit, wie es in den nächsten Wochen weitergehen wird, ist es für die Schüler nichts Neues. „Ich denke, für Schüler ist die ganze Situation weniger problematisch, das ist eher für uns Erwachsene schlimm“, so Klaus Heitzmann, Direktor des BG Tamsweg.

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Besonders in den nächsten Wochen wird es schulisch schon herausfordernd werden. Aber abgesehen davon – ich habe keine Angst vor Omikron.

Für Florian Anzböck (16) war das frühe Aufstehen anstrengend

Auch am Akademischen Gymnasium in der Stadt Salzburg zeigt sich ein ähnliches Bild. „Der Schulstart am Montag ist problemlos verlaufen. Zwar haben wir weniger Schüler vor Ort, von circa 530 Schülern sind 480 an der Schule, aber wir hatten bei den Antigentests nur zwei positive Fälle dabei. Jeder von uns hat damit gerechnet, dass die Situation so weitergeht wie vor Weihnachten.“ Direktor Klaus Schneider sieht die Lage entspannter als Administrator Wolfgang Mayer.

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Der Montagmorgen verlief überraschend ruhig. Ich bin wirklich froh darüber, dass wir noch keine Lehrerausfälle aufgrund von Covid haben.

Administrator Wolfgang Mayer vom Akademischen Gymnasium

„Zum Glück gibt es noch keine Covid-Fälle in unserem Lehrerteam. Wenn zehn Lehrkörper wegfallen, dann wäre das ein Problem. Mit sechs Fehlenden können wir noch jonglieren, aber im schlimmsten Fall muss auf reine Aufsicht bei den Jüngeren und auf Ausfall der Klassen bei den Älteren gesetzt werden.“

Homeschooling ist statistisch unvermeidbar
Bereits am Montag meldeten Salzburgs Schulen 115 positive Antigentests - circa ein Zwölftel der Tagesneuinfektionen im ganzen Bundesland. Zudem starteten bereits fünf Klassen im Distance-Learning. Obwohl viele Schüler darauf hoffen, in diesem Schuljahr die Schulbank nicht mehr mit dem eigenen Schreibtisch tauschen zu müssen, befürchtet Schneider: „Distance-Learning wird sich wohl nicht vermeiden lassen. Schon rein statistisch gesehen.“

Trotz steigender Infektionszahlen zeichnet sich Hoffnung für die nächsten Wochen ab: Durch eine hohe Durchimpfungsrate der Lehrer (85 Prozent) und auch einer steigenden Rate bei Schülern könnte der Schulalltag im Bundesland vielerorts aufrecht erhalten werden. Dies sei vor allem für das Semesterende wichtig, da viele Schüler noch Tests aus den letzten Wochen nachholen müssen.

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