Di, 19. Juni 2018

Ortstafel-Interview

01.05.2011 12:33

Scheuch im Talk: "Volksbefragung ist ein Ventil!"

Samstag (11.19 Uhr) klang FPK-Chef Uwe Scheuch in einer Aussendung so: "Es ist schlichtweg falsch, dass die Entscheidung über die Ortstafellösung bereits gefallen ist." Der nach 56 Jahren erzielte Tafel-Friede schien gefährdet. Im Gespräch mit der "Kärntner Krone" rudert Scheuch aber zurück und verteidigt seine Linie.

"Krone": Herr Landeshauptmann-Stellvertreter, wollen Sie die fünf Unterschriften unter dem Memorandum für wertlos erklären?
Uwe Scheuch: Nein, das wurde unklar formuliert. Ich wollte sagen, dass die definitive Entscheidung im Parlament fällt.

"Krone": Doch Ihre Idee der Volksbefragung, vor allem einer in ganz Kärnten durchgeführten, steht schwer in Kritik...
Scheuch: Was ich nicht verstehe. Es gibt durchaus viele kritische Stimmen, vor allem in den betroffenen Gebieten und da braucht man ein Ventil, um die erzielte Einigung auch wirklich durchzusetzen.

"Krone": Aber wie die "Krone" aufzeigte, wird die Beteiligung in nicht betroffenen Gemeinden ziemlich schlecht sein.
Scheuch: Das glaube ich nicht. Es gibt Möglichkeiten, das Interesse auf verantwortungsvolle und demokratische Weise zu wecken.

"Krone": Momentan sind die Rollen klar: Gerhard Dörfler ist der Gute, Uwe Scheuch der Böse. Ein geplantes Doppelspiel?
Scheuch: Keinesfalls. Ich habe in der Ortstafelfrage so viel getan wie kein Zweiter. Ich habe die gesamte FPÖ auf Linie gebracht, ich will wirklich das Problem lösen.

"Krone": Was steckt hinter dieser Läuterung, zu der man auch sagen könnte: Allein mir fehlt der Glaube.
Scheuch: Wir Freiheitlichen wollen aus diesem Eck, in das wir fälschlicherweise gestellt werden. Auch aus bundespolitischen Motiven.

von Fritz Kimeswenger, Kärntner Krone

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