08.01.2022 17:00 |

Afra-Charity

Rudi Wachs „Gaben“ bringen Spendenrekord

Die „Afra-Benefizaktion“ der Tiroler Steindruckerfamilie Stecher in Affenhausen, der letzten Tirols, ist eine Erfolgsgeschichte. Die Lithografie „Die Gabenbringerin“ des in Mailand lebenden Künstlers Rudi Wach beschert in Not geratenen Frauen eine Rekordsumme. Und erstmals ist ein „Jungkünstler“ beteiligt.

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Der „letzte Steindrucker Tirols“, dessen Handwerk ja auch schon zur Kunst zählen darf, legte sich wieder ins Zeug. Vor 18 Jahren gebar seine Familie die Idee, mit dem Verkauf von Kunstwerken Tiroler Frauen in problematischen Situationen zu helfen. Das Prinzip: Eine Künstlerin oder ein Künstler kreiert auf aufwändige Weise ein Werk, das mittels Steindruck zur Lithografie und vervielfältigt wird. Signiert und nummeriert werden die „Originale“ an Kunstliebhaber verkauft.

Der Verkaufserlös fließt jeweils zur Hälfte an das Tiroler Frauenhaus und an den Verein „Frauen helfen Frauen“. Den ganzen Sommer lang hieß es zum zweiten Mal „Open House“ bei Günther und Annaliese Stecher.

55.000 Euro für Tiroler Frauen in Not
Diesmal stellte sich der in Hall geborene und in Mailand lebende Künstler Rudi Wach in den Dienst der guten Sache. „Die Gabenbringerin“ heißt das jüngste Afra-Werk, das im Frühsommer 2021 in zehn Druckschritten vollendet wurde. Symbolträchtig seine Bezeichnung, denn die „Gaben“ der 160 Käufer, die am Dreikönigstag offiziell übergeben wurden, erreichten eine Rekordsumme: 55.000 Euro für Tiroler Frauen in Not.

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Die Unterstützung können wir gerade gut gebrauchen, denn für das Frauenhaus im Oberland haben wir nun einen Standort gefunden.

Gabi Plattner vom Tiroler Frauenhaus

Insgesamt flossen bereits über 600.000 Euro in die Einrichtungen der femininen Hilfe. Gabi Plattner vom Tiroler Frauenhaus: „Die Unterstützung können wir gerade gut gebrauchen, denn für das Frauenhaus im Oberland haben wir nun einen Standort gefunden.“

Völlig unerwartet bekam Wach künstlerische Unterstützung: Stecher-Enkel Julian kreierte aus eigenen Stücken das Werk „Mein Hase Stefan“. Ebenfalls als Lithografie gefertigt und 25 Mal verkauft, legte Julian zur Spendensumme einen „Tausender“ drauf.

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