Sa, 18. August 2018

Ende des Wartens

29.04.2011 09:43

Armenische Familie erhält Bleiberecht in Tirol

Ein positives Ende hat das Warten einer von der Abschiebung bedrohten armenischen Flüchtlingsfamilie auf ihr Bleiberecht in Tirol am Donnerstag genommen. Die vierköpfige Familie hat die Zustimmung zur Niederlassungsbewilligung erhalten. Das Schicksal der Armenier hatte in den vergangenen Monaten für Diskussionen gesorgt. Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (FI) hatte sogar beim Innenministerium interveniert.

"Ich gratuliere und heiße Sie herzlich willkommen", freute sie sich mit den Familienmitgliedern. Das positive Schreiben des Bundesministeriums für Inneres sei am 28. April eingegangen. Noch am selben Tag habe sie die Nachricht der Familie überbracht. In den kommenden Tagen soll nun der positive Bescheid zugestellt werden.

Auch die Betroffenen zeigten sich erleichtert. "Vielen Dank an alle, die so menschlich und herzlich geholfen und gekämpft haben", meinte Rafik Kirakosyan in einer ersten Stellungnahme. "Jetzt können wir ein normales Leben beginnen."

"Menschliche, gesetzliche und politischen Verantwortung"
Die geplante Abschiebung der Familie, deren beide Kinder in Innsbruck geboren wurden, hatte im vergangenen Februar die Wogen hochgehen lassen. Oppitz-Plörer setzte sich daraufhin für das Bleiberecht der vier ein. "Ich habe alle Unterlagen geprüft und dann der menschlichen, gesetzlichen und politischen Verantwortung gemäß gehandelt", sagte sie damals. Auch die Innsbrucker Grünen hatten sich für die Asylanten stark gemacht. Eine Online-Petition hatte innerhalb von 24 Stunden über 1.000 Unterstützungserklärungen gebracht.

Das Ehepaar lebt seit 2. Juni 2002 in Österreich, seit 2007 in Innsbruck. Beide absolvierten die Deutschprüfung und haben Arbeitsmöglichkeiten. Die Kinder der Familie sind in Österreich geboren und besuchen in Innsbruck den Kindergarten bzw. die Volksschule. Aus dem Umfeld habe es besonders viele positive Rückmeldungen über die Familie Kirakosyan gegeben.

Symbolbild

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