01.01.2022 17:00 |

Rallye Dakar

Weltmeister Walkner visiert sein viertes Podest an

Zum dritten Mal ist die Rallye Dakar in Saudi-Arabien zu Gast, insgesamt ist es die 44. Auflage des wohl größten Abenteuers im Motorsport. Für Österreichs bisher einzigen Sieger Matthias Walkner, der 2018 damals noch in Argentinien triumphiert hatte, wird es seine achte Dakar und möglicherweise seine letzte. Unabhängig von seiner Zukunftsgestaltung nach 2022 möchte der 35-jährige Salzburger am 14. Jänner im Ziel in Jeddah wieder auf dem Podest stehen.

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Nach seiner Serie von 2017 bis 2019 (zusätzlich zwei zweite Gesamtränge) reichte es 2020 zu Rang fünf, in diesem Jahr kostete ihn ein früher technischer Defekt über zweieinhalb Stunden und alle Chancen auf ein Top-3-Ergebnis. Zusätzliche Navigationspatzer ließen nicht mehr als Platz neun zu.

„Ich fühle mich bereit, wieder aufs Podium zu fahren. Mit mir ist echt zu rechnen“, sagte Walkner bei einem Medientermin kurz vor Weihnachten. Er vertraut auf eine brandneue KTM, die nicht nur weniger Gewicht hat, sondern auch von der Gewichtsverteilung her ein weit besseres Handling bietet.

„Vertraglich ist das meine letzte Saison“
Der seit diesem Jahr zweifache Cross-Country-Weltmeister glaubt, dass an der Maschine zwischen „70 und 80 Prozent alles neu“ ist. Und er selbst hat ganz besonders viele Test-Kilometer in die Entwicklung des Motorrads investiert. Als Fahrer ist er im Jahr 2021 weiter gereift. Walkner glaubt, dass er drei seiner besten fünf Karriere-Rennen in dieser Saison absolviert hat. Das gibt ihm ebenso Motivation wie die Möglichkeit, dass diese Dakar seine letzte sein könnte. „Rein vertraglich gesehen ist das ja meine letzte Saison“, meinte Walkner, dessen KTM-Vertrag Ende 2022 ausläuft. Ob er noch eine Saison anhängt, macht er von seinem Einsatzwillen abhängig.

„30 bis 40 Piloten geben so richtig Gas“
Während für rund 100 Motorradpiloten das Abenteuer schon mit dem Erreichen des Ziels nach 8.375 km gelungen wäre, geben laut Walkner rund 30 bis 40 Piloten so richtig Gas. Etwa zehn Leute zählt er zum engsten Favoritenkreis, darunter auch sich selbst. KTM-Berater Heinz Kinigadner, der einst selbst zweifacher Motocross-Weltmeister in der damaligen 250-ccm-Klasse wurde, lobte Walkner im Vorfeld. „Er spürt viel und hat einen Riesenschritt gemacht.“

Platz fünf beim Prolog
Beim 19 Kilometer langen Prolog (gefolgt von einer knapp 600 Kilometer langen Verbindungsetappe) zeigte Walkner als Fünfter mit 31 Sekunden Rückstand auf. Der Tagessieg ging an seinen Wohnmobilkollegen Daniel Sanders aus Australien. Der Kuchle rresümierte: „Mir fehlt noch etwas das Gefühl für das neue Motorrad, welches ich zum ersten Mal unter Rennbedingungen einsetze. Im Großen und Ganzen war es aber ein guter Start und eine passable Leistung für den ersten Tag.“

krone Sport
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