Sa, 18. August 2018

Verein entschuldet

27.04.2011 15:02

Sanierungsplan des DSV Leoben angenommen

Der Sanierungsplan für den insolventen Fußball-Regionalligisten DSV Leoben ist angenommen worden. Der Plan sieht die Auszahlung einer 20-prozentigen Quote vor, davon zehn Prozent in bar und zehn Prozent innerhalb eines Jahres. Die dafür notwendigen Finanzmittel konnten aufgebracht werden, so die Kreditschutzverbände KSV und AKV am Mittwoch.

Die Verbindlichkeiten des Regionalligisten DSV, gegen den vor knapp einem Jahr am Landesgericht Leoben das Konkursverfahren eröffnet worden war, betrugen laut AKV rund 430.000 Euro. Mitentschuldet wurde auch die DSV Leoben Stadion Errichtungs- und BetriebsgmbH, für deren Verbindlichkeiten von rund 120.000 Euro eine 20-prozentige, noch nicht erlegte Barquote angeboten wurde.

Wiederholt in Konkurs geschlittert
Der 1928 als Werkssportverein Donawitz gegründete Verein war 2010 nach dem GAK und dem SV Bad Aussee als dritter steirischer Regionalliga-Klub - wiederholt - in den Konkurs geschlittert. 1956 war der DSV in die Staatsliga B aufgestiegen. Seither gehörte Donawitz immer einer der höchsten österreichischen Spielklassen an, ehe infolge eines ersten Konkurses Anfang 2009 der Zwangsabstieg in die Regionalliga Mitte erfolgte.

Die Ursache wurde damals beim ehemaligen Präsidenten Hans Linz gesucht, der seine Finanzierungszusagen nicht mehr erfüllen konnte, nachdem er als Vermittler von AvW-Genussscheinen selbst in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten war. Linz war Ende März dieses Jahres wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs, betrügerischer Krida und Begünstigung eines Gläubigers zu sieben Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden.

Durch die Reamateurisierung des Vereines und durch drastische Sparmaßnahmen konnte der Schuldenstand bis Ende 2009 auf ein überschaubares Maß reduziert werden, dennoch war ein neuerlicher Konkurs im Juni 2010 nicht zu vermeiden.

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