29.12.2021 11:00 |

Wohnraum-Mangel

15 Wohnungen entstehen über Supermarkt

In der Stadt Salzburg entstehen im kommenden Jahr mehrere Wohnungen über einer bestehenden Supermarkt-Filiale. Die Politik sieht das als richtungsweisend im Kampf gegen Wohnraummangel und Zersiedelung. Handel und Wohnbauträger haben aber auch ernsthafte Bedenken gegenüber solcher Projekte.
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In Salzburg-Gnigl entstehen über der „Penny“-Filiale im kommenden Jahr 15 geförderte Mietwohnungen. Mit derartigen Projekten will man dem immer größer werdenden Wohnraummangel begegnen. Das Land Salzburg schießt bei dem Projekt von Rewe-Gruppe und Heimat Österreich 1,5 Millionen Euro zu.

Nicht überall geht man diesen Weg der „Nachverdichtung. „Die Hälfte unserer Filialen ist bereits mit Wohnraum kombiniert – wir berücksichtigen das bereits im Vorfeld“ erklärt Nicole Berkmann vom Spar-Konzern. Das große Problem sei, dass Supermarktfilialen in „Schuhkarton“-Architektur in den seltensten Fällen dafür geeignet sind, noch weitere Stockwerke aufzusetzen.

Viel Hoffnung in derartige Projekte setzt auch Christian Struber von der Salzburg Wohnbau nicht. Er sagt: „Mir ist bis jetzt kein Projekt untergekommen, das man wirtschaftlich umsetzten könnte.“

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„Mir ist bis jetzt kein Projekt untergekommen, das man wirtschaftlich umsetzten könnte.“

Christian Struber, Salzburg Wohnbau

Die Kosten für eine nachträgliche Umsetzung seien oft aus statischen Gründen enorm. Viel mehr setze man darauf, bei Neubauten konsequent die Schaffung von Verkaufsfläche mit der Errichtung von Wohnraum zu kombinieren. So zum Beispiel in Golling, wo über der MPreis-Filiale das Altersheim eingezogen ist oder bei der Spar-Filiale in Abtenau, wo betreute Wohneinheiten errichtet wurden.

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