25.12.2021 08:30 |

„Krone“-Hilfsaktion

„Am wichtigsten ist, zusammen zu sein“

Irgendwann im Leben ist nur noch eines wichtig: die letzte gemeinsame Zeit mit jenen genießen, die man liebt. Das will auch Familie A. in Salzburg. Ihre Spenden machen das auch möglich.

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Familie A. verbringt die Feiertage im kleinen Kreis: „Am wichtigsten ist uns, zusammen zu sein, gemeinsam Zeit zu verbringen, zu genießen, was wir haben, solange es noch geht“, sagt Frau A. „Die letzten zwei Weihnachten war uns das nicht gegönnt, da war mein Mann im Spital.“ Herr A. ist krank, ohne Hoffnung auf Heilung. Seit der Diagnose vor zwei Jahren pflegt ihn Frau A., selbst schwer krank.

Nebenbei ist sie für ihre vier Kinder da. Und weil das geringe Reha- und Pflegegeld des Mannes nicht reicht, geht sie arbeiten, wann immer es geht. Die Corona-Zeit war für die Familie „ein reines Desaster“: Alle Sprösslinge zugleich daheim im Fernunterricht, ein Kind hat ADHS, dazu musste Herr A. zweimal täglich zur Chemo- und Radiotherapie gebracht werden. Und das kleine Miethaus, in dem sie wohnen, ist ein Vogelhaus: kaum isoliert, undichte Fenster. Es zieht überall. „Mein Mann friert leicht, er hat wegen seiner Erkrankung kaum noch eigene Körperwärme“, sagt Frau A.

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Den Kindern zu erklären, dass ihr Papa vielleicht bald bei den Engerln ist, war ganz und gar nicht leicht.

Frau A.

„Dass der Papa vielleicht bald bei den Engeln ist ...“
Im Vorjahr erwischte er eine Lungenentzündung, die ihn fast das Leben gekostet hätte. Er lag wochenlang auf der Intensivstation. „Den Kindern zu erklären, dass ihr Papa vielleicht nicht wiederkommt, vielleicht bald bei den Engerln ist, war ganz und gar nicht leicht.“ Umso mehr schätzt sie jeden einzelnen Tag, der ihnen als Paar, als Familie noch gemeinsam bleibt.

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Man schämt sich einfach, wenn man um Hilfe bitten muss.

Frau A.

Frau A. wandte sich an Caritas-Sozialberatung
Irgendwann traute sich Frau A. dann auch zur Caritas-Sozialberatung. Das kostete Überwindung: „Man schämt sich einfach, wenn man um Hilfe bitten muss.“ Doch dann merkte sie: „Hier zählt das Herzliche, das Menschliche. Das Hier und Jetzt, und nicht, was einmal war.“ Die Familie bekam Hilfe.

Damit diese Hilfe möglich bleibt, haben wir auch heuer wieder mit unserer Hilfsaktion „Ein Funken Wärme“ von „Krone“ und Caritas um Ihren Beitrag gebeten. Und so viele haben schon geholfen! Wir sagen dafür ein aufrichtiges Dankeschön!

 Ombudsfrau
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Donnerstag, 20. Jänner 2022
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