Sa, 18. August 2018

BH lenkt ein

21.04.2011 15:44

Theseustempel: Stufen-Sitzen bleibt nun doch erlaubt

Der Theseustempel im Wiener Volksgarten wird doch nicht zum musealen Sperrgebiet. Anders als noch kürzlich angekündigt, wird das Verweilen auf den Treppen des frisch renovierten klassizistischen Baus auch künftig erlaubt sein. "Das Sitzen, Liegen und Lesen auf den Stufen des Tempels ist weiterhin möglich", heißt es in einem Schreiben der Burghauptmannschaft. Verboten sei allerdings eine "Benützung, die mechanische Schäden am Gebäude verursachen kann, zum Beispiel Skateboarden".

Noch vor Tagen hatte es geheißen, dass das Monument nach Sanierungsabschluss eingezäunt und dadurch die Stufen von lesenden, plaudernden oder die Sonne genießenden Wienern und Touristen nicht mehr in Beschlag genommen werden könnten. Den Zaun wird es geben - allerdings: "Die Umzäunung stellt allein schon durch die geringe Höhe keine Ausgrenzung von Besuchern dar, vielmehr wird dem denkmalgeschützten und kunsthistorisch äußerst wertvollen Tempel durch den Zaun eine zusätzliche Bedeutung beigemessen", versichert die Burghauptmannschaft.

Niedrigzaun als Zeichen für schonende Nutzung
Außerdem sollen am Platz um den Theseustempel neue Sitzmöglichkeiten geschaffen werden, um zum Betrachten des nun wieder gleißend weißen Denkmals einzuladen. Ziel sei es, das Erscheinungsbild möglichst lange zu erhalten und durch eine schonende Nutzung kostenintensive Sanierungen zu vermeiden. Der neue Niedrigzaun soll daher auch ein sichtbares Zeichen dafür sein, schonend mit dem Gebäudekomplex umzugehen.

In den vergangenen drei Jahren wurde der 1823 errichtete und dem Theseion in Athen nachgebildete Säulentempel im Volksgarten für rund zwei Millione Euro generalsaniert. Derzeit werden noch letzte Arbeiten durchgeführt, der Bauzaun soll Mitte Mai verschwinden.

Freude über den Sinneswandel hat Grün-Mandatar Rüdiger Maresch. "Wir begrüßen das Einlenken der Burghauptmannschaft in der Causa Theseustempel", ließ er am Donnerstag wissen. Am Mittwoch hatte Maresch noch gegen das geplante Betretungsverbot verbal protestiert.

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