23.12.2004 13:45 |

Eishockey

Bertuzzi nach Killer-Foul nur milde bestraft

Neun Monate nach seinem brutalen Foul ist der kanadische Eishockey-Profi Todd Bertuzzi mit einem milden Urteil in seinem Strafgerichtsprozess davon gekommen. Ein Richter in Vancouver erlegte dem Spieler der Canucks am Mittwoch (Ortszeit) lediglich 80 Stunden gemeinnützige Arbeit und eine einjährige Bewährungszeit auf.
Danach gilt der 29-Jährige als nicht vorbestraft.Der Stürmer hatte sich im Gegenzug schuldig bekannt, GegenspielerSteve Moore von Colorado Avalanche am 8. März schwer gefoultzu haben.
 
1,5 Jahre Haft drohten
Moore hatte Frakturen und Gesichtsverletzungen erlitten,als Bertuzzi nach seinem Check noch auf den bäuchlings aufdem Eis liegenden Kontrahenten stürzte. Im schlimmsten Fallhätten dem Sünder dafür bis zu 18 Monaten Gefängnisgedroht. Die Staatsanwaltschaft konnte nach eigenen Angaben jedochnicht zweifelsfrei beweisen, dass Moores Karriere durch das Foulbeendet ist. Allerdings stand der 26-jährige Kanadier seitdemnicht mehr auf dem Eis und besitzt keinen Vertrag bei einem NHL-Clubmehr. Der Spielbetrieb in der nordamerikanischen Liga ruht derzeitzudem wegen des Arbeitskampfes auf unabsehbare Zeit.
 
Lange Sperre durch die NHL
Die NHL hatte Bertuzzi nach der Attacke auf unbestimmteDauer gesperrt, bis zum Ende der vorigen Saison hatte er dadurcheine halbe Million Dollar Gehalt eingebüßt. Der InternationaleEishockey-Verband (IIHF) hatte ihm am vorigen Freitag einen Wechselzu einem europäischen Verein untersagt. In einer verlesenenErklärung verlangte Moore, nie wieder gegen Bertuzzi spielenzu müssen. Dies zählt nun zu den Bewährungsauflagen.
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