15.12.2021 11:37 |

Vater lag im Sterben

Rafreider-Auftritt: Die dramatischen Hintergründe

Was war Dienstagabend bloß los mit ORF-Star Roman Rafreider? Diese Frage stellt sich das Fernsehpublikum nach dem Bizarr-Auftritt auf dem Schirm beim „ZiB Flash“. Die „Krone“ kennt die wahren Hintergründe ...

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Der Anchorman moderierte die TV-Nachrichten nach einem Gesundheits-Drama in der Familie. Wie Freunde bestätigen, lag Rafreiders Vater in der Nacht auf der Intensivstation - nach Informationen der „Krone“ ist er mittlerweile verstorben, Rafreider sei jetzt auf dem Weg zu seiner Familie.

Nach einem Anruf über den ernsten Zustand seines Vaters unmittelbar vor der Sendung hätte Rafreider noch geglaubt, er sei „stark genug“. Doch der Schock (und offenbar auch Alkohol) sei zu viel gewesen, so seine Entschuldigung.

Mutter rief unmittelbar vor Sendung an
Neben der Bestätigung aus dem Freundeskreis kursiert auch ein Schreiben an die Geschäftsführung gegen Mitternacht, rund zwei Stunden nach dem verstörenden Studio-Auftritt. Rafreider erklärt darin den Zwischenfall mit einem Anruf seiner Mutter, die nicht gewusst habe, dass er im Dienst sei - unmittelbar vor Sendung. Dabei hätte sie ihm gesagt, dass sein Vater auf der Intensivstation eines Spitals im Sterben liegen würde.

Doch anstatt sofort freizunehmen, hätte er, Rafreider, noch gedacht, stark genug zu sein und dass niemand etwas merken würde. Ein fataler Fehler: Das gesamte Fernseh-Publikum sah einen teils lachenden, großteils lallenden Moderator auf dem Bildschirm.

Bildschirmpause bereits 2018
Es war nicht der erste Aufreger um Roman Rafreider, der als das „schöne TV-Gesicht“ am Küniglberg galt. Als Sprecher der Spätnachrichten war er einer der Star-Moderatoren des Staatsfunks. Doch 2018 kam der erste Karriere-Knick. Seine damalige On-off-Freundin erstattete eine Misshandlungs-Anzeige. Die Ermittlungen wurden zwar eingestellt, aber Rafreider wurde vom Sender eine monatelange Bildschirmpause auferlegt. Und jetzt der bizarre Auftritt mit lallender Stimme in den Spätnachrichten kurz vor 22 Uhr ...

Rafreider will nicht ständig geprügelt werden
Der ORF zog nun erneut die Konsequenzen. In trockener Unternehmenssprache: „Er wird von seinen Aufgaben entbunden.“ Also die nächste Bildschirmpause. Wie der Moderator gegenüber Bekannten bestätigte, dürfte sein (freiwilliger) Abgang vom Küniglberg fix sein. Er selbst wolle nicht „ständig geprügelt werden“. Jetzt geht es nur noch um eine arbeitsrechtliche Einigung samt wohl hoher Abfertigung - und darum, dass beide Seiten ihr Gesicht wahren können.

Christoph Budin
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Norman Schenz
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 krone.at
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