23.12.2004 11:33 |

Pantani-Tod

Staatsanwalt klagt drei Dealer an

Die Staatsanwaltschaft in Rimini wird nach dem Tod des italienischen Radidols Marco Pantani gegen drei Dealer wegen Drogenverkaufs mit Todesfolge Anklage erheben. Staatsanwalt Paolo Gengarelli erklärte die Ermittlungen in Rimini für beendet. Die Anklageerhebung gegen die drei Männer im Alter von 27, 29 und 31 Jahren sei reine Formsache, berichtete die "La Gazzetta dello Sport".
Die drei Dealer haben nach Ansicht der Staatsanwaltschaftden Tour de France- und Giro dItalia-Sieger seit Dezember 2003mit großen Mengen Kokain versorgt und ihm auch die tödlicheletzte Dosis geliefert. Damit seien sie unmittelbar für PantanisTod verantwortlich.
 
"Die drei Dealer haben untereinander konkurriertund Pantani große Mengen von je 50 bis 70 Gramm Kokain geliefert",erklärte der Staatsanwalt. Das Rauschgift wurde in Neapelbeschafft und nach Rimini geliefert, wohin sich der unter Depressionenleidende Radstar zurückgezogen hatte. Am 14. Februar warder von zahlreichen Dopinganschuldigungen zermürbte Pantaniim Alter von 34 Jahren in einem Hotelzimmer tot aufgefunden worden.Als Todesursache stellten die Gerichtsmediziner eine ÜberdosisKokain fest.
 
Die Polizei nahm daraufhin die Dealerszene in Riminiins Visier. Neben den drei Dealern, die direkt für PantanisTod verantwortlich gemacht werden, hat die Staatsanwaltschaftzwei weitere Personen im Visier. Eine 30-jährige Tänzerinsowie ein 34-Jähriger Mann müssen sich im Fall Pantaniebenfalls wegen Drogenhandels verantworten. Ihnen wird jedochkein Drogenhandel mit Todesfolge vorgeworfen.
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