22.12.2004 10:05 |

Für eine Handvoll $

Ecclestones neuer Megaköder für F1-Teams

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone will die meuternden Rennställe mit einer Sonderzahlung längerfristig an sich binden. "Jetzt habe ich den Teams vorgeschlagen, mit uns Verträge bis 2012 abzuschließen. Dafür geben wir ihnen bis 2007 eine Extrazahlung von 500 Millionen Dollar", sagte der 74 Jahre alte Engländer in einem Interview mit dem Fachmagazin "auto motor und sport".
Die Hersteller BMW, Ferrari, Mercedes und Renaultdrohen seit längerem, nach Ablauf des so genannten ConcordeAgreements, das die Formel-1-Zusammenarbeit verbindlich regelt,von 2008 an unter eigener Regie anzutreten. Die Grand Prix WorldChampionship (GPWC) ist unter anderem nicht mit der Verteilungder Fernsehgelder zufrieden. Derzeit erhalten sie nur 45 Prozent.Ecclestone reagierte auf diese Drohungen stets gelassen. "Ichfürchte mich nicht. Die GPWC spricht mit Rennstrecken undSponsoren", sagte er jetzt der Zeitschrift. "Ich bin mal gespannt,wer sich darauf einlässt."
 
Auch seine juristische Niederlage vor dem High Courtin London vor zwei Wochen lässt Ecclestone kalt. Das Gerichthatte einer Klage des Bankentrios Bayerische Landesbank, LehmanBrothers und J.P. Morgan Chase, denen 75 Prozent der VermarktungsgesellschaftSLEC gehören, Recht gegeben, mehr eigene Direktoren berufenzu können. "Das Urteil betraf nur die Holding. In den Firmen,die das operative Geschäft abwickeln, hat sich nichts geändert",sagte Ecclestone. Die Banken seien mit ihm glücklich. Ihnengehe es nur darum, mehr Mitspracherecht in der FOA (Formula OneAdministration) zu erhalten. Diese Tochtergesellschaft regeltmit anderen den Formel-1-Ablauf.
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