04.12.2021 20:00 |

Naturschutzbund verrät

Wie unsere Insekten den kalten Winter überstehen

Im Sommer surrts und flirrts und stichts womöglich - doch wo sind die Insekten im Winter? Der Naturschutzbund verrät die Überlebensstrategien der Sechsbeiner und gibt Tipps, wie man sie beim Überwintern unterstützen kann. Zum Beispiel durch einen - oh Schreck! - „unordentlichen“ Garten. Nähere Infos unter www.insektenkenner.at.

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Wenn’s frostig wird, sind die Insekten weg! Die Frage ist nur – wo? Und brauchen sie menschliche Hilfe, um über den Winter zu kommen? Da geht’s aber darum, welche Art von Hilfe: „Gefundene Nester oder Insekten aus Mitleid ins Warme holen, sollte man auf keinen Fall“, mahnt der Naturschutzbund. Denn die Wärme sorgt dafür, dass sie aus ihrer Winterstarre erwachen und zu viel Energie verbrauchen. „Um gut über den Winter zu kommen, suchen sich die meisten Insekten ein geschütztes Plätzchen und verharren dort in Kältestarre, bis die Tage wieder länger und wärmer werde“, weiß Gudrun Fuß, Entomologin und Schmetterlingsexpertin beim Projekt „Erlebnis Insektenwelt“. Das geschieht im Allgemeinen als Larve, Ei oder gut verpackt in der Puppenhülle; manche Insekten überdauern den Winter aber auch als erwachsenes Exemplar.

Ein naturnaher Garten ist die beste Hilfe bei Kälte
Was aber kann man für die Insekten in der dunklen, kalten Jahreszeit tun? Ein naturnaher, insektenfreundlich gestalteter Garten ist die beste Unterstützung für Insekten. Hier finden sie in Bäumen und auf Sträuchern, Stauden und Gräsern, in Laubhaufen und Trockensteinmauern zahlreiche Versteck- und Überwinterungsmöglichkeiten. Sind auch noch ein kleiner Teich und eine Hütte oder ein Stadl vorhanden, sind die sechsbeinigen Bewohner bestens versorgt und kommen sicher gut über den Winter.

Klimawandel setzt auch Insekten zu
Schwierig wird es für Schmetterlinge, Käfer, Wildbienen und Co., wenn die Winter - wie in den letzten Jahren leider immer öfter - wärmer und feuchter sind. Die höheren Temperaturen führen dazu, dass die Tiere ihren Stoffwechsel immer wieder ankurbeln und damit viel Energie verbrauchen, die sie so gut wie nicht ersetzen können, weil Futter zu dieser Zeit Mangelware ist. Bei feuchtkalter Witterung setzen ihnen außerdem noch Pilze zu.

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