Di, 21. August 2018

100.000 Euro Schaden

15.04.2011 09:18

Obersteirer soll Geld aus Stadtkassa veruntreut haben

Ein Bediensteter der Stadt Trofaiach (Bezirk Leoben) steht unter Verdacht, 100.000 Euro an Gemeindemitteln veruntreut zu haben. Als er deswegen suspendiert wurde, wollte sich der Beschuldigte angeblich das Leben nehmen - es blieb beim Versuch. Gänzlich unklar ist bisher, wo das viele Geld geblieben ist.

Der Verdächtige war in der Finanzabteilung der Stadtgemeinde Trofaiach beschäftigt. In einem Mail an den Stadtamtsdirektor soll er zugegeben haben, seit Anfang des Jahres 2008 100.000 Euro an Gemeindemitteln veruntreut zu haben.

Rechnungen über Stadtkassa beglichen
Und das lief so: Um sich die Grundgebühr zu ersparen, wurde 2003 die Festnetzanlage im Rathaus durch Mobiltelefone ersetzt. Die günstigen Konditionen wurden auch Verwandten und Bekannten der Gemeindebediensteten angeboten - 300 schlugen zu. Abgerechnet wurde über die Stadtgemeinde. Der Beschuldigte habe die Verbindungsentgelte zwar einkassiert, soll die Rechnungen dann aber mit Geld aus der Stadtkassa beglichen haben.

Geld verschwunden, Motiv unklar
Der Obersteirer befindet sich nach dem gescheiterten Suizidversuch in der Sigmund-Freud-Klinik in Graz. Da der Mann noch nicht befragt werden konnte, tappen die Ermittler bisher im Dunkeln: Das Geld ist verschwunden, das Motiv für die Tat unklar. Bürgermeister Mario Abl zeigte sich "tief schockiert".

von Ernst Grabenwarter, Manfred Niederl ("Steirerkrone") und steirerkrone.at

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