Di, 18. September 2018

'Gipfel der Frechheit'

13.04.2011 17:29

Chef kündigt Frau, meldet sie aber einfach nicht ab

Eine unerwartete Kündigung ist für jeden Menschen ein Schock – was Barbara Frystacky aus Brunn am Gebirge derzeit erlebt, ist aber der Gipfel der Frechheit. Ihr Ex-Chef hat die 41-Jährige nach über sechs Wochen noch immer nicht abgemeldet. "Ich bekomme keinen Lohn mehr, kann mich aber auch nirgendwo vorstellen", klagt die Frau.

"Ich will arbeiten, darf aber nicht", ärgert sich Barbara Frystacky. Sie wurde Anfang Februar von ihrem Chef in Mödling – sie arbeitete in der Cafeteria im Krankenhaus – entlassen. Die Kündigung sprach er lediglich mündlich aus. Wegen angeblich fehlerhafter Abrechnungen – was die 41-Jährige entschieden zurückweist. Unabhängig davon: "Eine ordentliche Abmeldung ist noch immer nicht erfolgt."

"Frechheit, wie mit mir umgegangen wird"
Die 41-Jährige bekommt kein Geld mehr, kann ihre Rechnungen nicht zahlen und sich aber auch nirgendwo neu bewerben. "Weil ich ja noch immer im Café angemeldet bin", betont die Niederösterreicherin. Sie ärgert sich über ihre Ex-Firma: "Eine Frechheit, wie mit mir umgegangen wird." Für ihre Tochter (17) ist die Situation ebenfalls eine große Belastung.

Inzwischen haben sich auch Anwälte eingeschaltet, um eine Lösung herbeizuführen. Denn auf normalem Weg scheint ein Ausweg kaum möglich: "Alle Versuche, mit meinem Chef zu sprechen, scheiterten." Der "Krone" ging es indes genauso: Mehrere Anfragen blieben unbeantwortet…

von Gernot Buchegger, Kronen Zeitung

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