29.11.2021 12:56 |

Fans und Freunde

Wie funktioniert das mit Followern gleich nochmal?

Andreas Gabalier hat 286.134 Follower auf Instagram. Das ist im Vergleich zu den Zahlen der bekanntesten österreichischen Influencer reichlich wenig, dennoch ist der Volksmusiker bekannter als so mancher Influencer, der sich rein auf die Fans in Social-Media-Kanälen stützt.

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Und wer sind die erfolgreichsten Influencer des Landes? Johannes Bartl, einer der erfolgreichsten Influencer Österreichs, zählt 1.617.644 Follower. Stephanie Davis, Model und amtierendes Fitness-Modell im Land, kommt auf 1.497.208 Follower und liegt damit auf Rang 2 im Ranking. Doch woher kommen all diese Fans und wer braucht sie eigentlich?

Der Follower ist eigentlich ein klassischer „Abonnent“
Der Follower auf einem Social-Media-Kanal lässt sich ganz gut mit einem Abonnenten vergleichen, der sich beispielsweise für ein Printprodukt entschieden hat, das er täglich im Briefkasten hat, oder für einen Newsletter, der per E-Mail eintrudelt. Der Unterschied zum Zeitungs- oder Zeitschriften-Abonnement ist jedoch der Kostenfaktor: Ein Follower muss nichts dafür bezahlen, dass er Online-Inhalte automatisch geliefert bekommt. Ein Zeitungsabonnent bezahlt seine Abo-Kosten. Der Newsletter-Abonnent bezahlt, ähnlich wie der Follower, in der Regel kein Geld für den Newsletter. Allerdings „erkauft“ er sich das Newsletter-Abo meist mit seiner Adresse bzw. mit der Einwilligung, Werbung zugeschickt zu bekommen.

Das Manko für Influencer: Der Newsletter-Abonnent ist nicht „sichtbar“. Das heißt: Wer nach Stars und Influencern googelt, der findet zwar die Anzahl der Follower von Andreas Gabalier, Johannes Bartl, Stephanie Davis und anderen heraus. Die Anzahl der Newsletter-Abos wird hingegen nicht (werbewirksam) publiziert. Deswegen wird der Follower bzw. die Anzahl der Follower auch zum „Aushängeschild“ - zumindest für all jene, die sich als Influencer vermarkten und Geld dafür bekommen, wenn sie sich mit einem speziellen Produkt auf ihrem Social-Media-Kanal zeigen. Auch für das Suchmaschinenranking kann die Anzahl der Follower ein wichtiger Wert sein, was bedeutet: Die Anzahl der Follower hievt eine Seite in den Suchergebnissen der Suchmaschine weiter nach oben.

Und wie lässt sich die Anzahl der Follower beeinflussen?
Da der Run auf Follower längst kein Geheimtipp mehr ist, sondern stattdessen regelmäßig die besten Methoden diskutiert werden, wie Follower generiert werden können, wird es immer schwerer, Abonnenten für Online-Inhalte zu generieren. Die folgenden Optionen können dazu dienen, die Anzahl der Follower kurz- oder langfristig zu verbessern.

  • Während der Kauf von Followern verpönt ist und sogar die Gefahr birgt, wahre Follower zu vergraulen oder gar eine rechtliche Abmahnung zu kassieren, ist es z.B. auch möglich, Instagram-Likes zu kaufen. Gerade bei Bildern auf Instagram ist ein „Like“ ein Bekenntnis für ein Bild und für die Wirkung der Aufnahme auf die Zuschauer.

  • Anstatt sich Follower in Form einer Anzahl X zu kaufen, gilt das Schalten von Werbeanzeigen als der ehrlichere Weg, um Follower auf die Seite aufmerksam zu machen. Das Prinzip ist simpel: Online-Anzeigen werden gebucht und so platziert, dass Interessierte direkt auf den Social-Media-Account gehievt werden. Je nach Thema kann diese Maßnahme jedoch recht kostenintensiv werden.

  • Die Königsklasse, wie die Anzahl der Follower nachhaltig gesteigert werden kann, sind sogenannte virale Inhalte. Da Social-Media an dieser Stelle etwas „ungriffig“ wird, hapert es oft an genauen Zahlen dazu, was denn nun ein „viraler Post“ ist. Als Faustregel jedoch gilt, dass ein viraler Post mehr User erreicht als der Account ohnehin Follower hat. Die erkennbaren viralen Posts haben eine Vielzahl an Kommentaren und Likes. Aber auch Posts, die viele User speichern, sind virale Posts, aber als solche nicht „ersichtlich“.

  • Kooperationen mit anderen Influencern und Bloggern können - punktuell eingesetzt - die Anzahl der Follower steigern. Allerdings braucht es etwas Zeit und noch dazu Fingerspitzengefühl, um die Kooperationspartner zu finden, die auch wirklich kooperieren möchten und nicht etwa die Konkurrenzgefahr sehen. Nachhaltig und langfristig gut für die Anzahl an Followern sind gemeinsame Projekte, eher ein Impuls für etwaige Follower sind Shout-Outs, also ein punktueller Hinweis auf einen Kooperationspartner.

  • Technische Unterstützung, um die Anzahl an Followern zu optimieren, liefern sogenannte Bots. Dahinter verbergen sich Computerprogramme, die automatisch kommentieren oder liken. Natürlich passiert das nicht willkürlich, sondern nach einem vorab eingestellten Schema. Da ein Bot aber nach wie vor etwas „automatisiert“ wirkt und auch nur punktuell Follower steigern könnte, ist die manuelle, ehrliche Interaktion die nachhaltigere Alternative dazu. Klar macht das Arbeit, aber im besten Fall bleibt der Follower dann langfristig als Abonnent erhalten.
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