25.11.2021 14:00 |

Dramatische Situation

Salzburg kann kaum noch Corona-Patienten behandeln

Auf Salzburgs Intensiv- und Normalstationen wird es eng. So eng, dass nun bereits Patienten nach Wien ausgeflogen werden müssen. Die Krankenhäuser arbeiten mit Hochdruck daran, zusätzliche Kapazitäten bereitzustellen. Im Uniklinikum springt nun auch Personal aus der Anästhesiepflege auf den Intensivstationen ein.

„Christophorus 33“, so lautet der Rufname des Hubschraubers, der am Mittwoch zwei schwerkranke Salzburger Covid-Patienten ins Wiener AKH geflogen hat. Weitere Einsätze dürften folgen. Schon heute werden zwei weitere Patienten nach Wien geflogen, weil Salzburgs Spitälern die Intensivplätze ausgehen. Doch nicht nur Salzburger Patienten brauchen die Hilfe aus der Luft – auch im benachbarten Oberösterreich und Bayern wird es eng. Erst am Dienstag erst musste ein Mann aus dem Bezirk Grieskirchen nach Salzburg geflogen werden, weil weder oberösterreichische noch bayerische Spitäler den Herzinfarkt-Patienten aufnehmen konnten.

Notfallversorgung in Salzburg noch möglich
Noch kann man in Salzburg zumindest Notfälle versorgen – doch geplante Eingriffe können aktuell kaum mehr durchgeführt werden. Das Personal der Narkosepflege muss im Uniklinikum nun nämlich auf den Intensivstationen einspringen.

Bisher hatten Salzburgs Spitäler in der höchsten Ausbaustufe 51 von insgesamt 138 Intensivbetten für Covid-Patienten vorgesehen. Am Mittwoch kam man diesem Limit mit einer Belegung von 50 Betten bereits gefährlich nahe. Nun bemüht man sich im Eiltempo, weitere Kapazitätenzu schaffen.  17 zusätzliche Intensivplätze sollen bald für Corona-Patienten zur Verfügung stehen. 13 davon im Uniklinikum in der Stadt Salzburg und vier im Krankenhaus Schwarzach.Doch nicht nur mit den Intensivkapazitäten hat man kämpfen, auch die Normalstationen kommen an die Grenze ihrer Belastbarkeit – hier soll nun eine neue „Transferstation“ Abhilfe schaffen.

Auch Normalstationen kommen an ihre Grenzen
Am Mittwoch waren 206 von insgesamt 250 verfügbaren Betten belegt – auch hier wird es nun also langsam eng. Aufgrund der Tatsache, dass die Betreuung von Corona-Patienten sehr aufwändig ist, müssen deswegen 574 Betten im Uniklinikum gesperrt werden. „Das ist mehr als das Krankenhaus Schwarzach aufnehmen kann“, erklärt Paul Sungler von den Salzburger Landeskliniken.

Benedict Grabner
Benedict Grabner
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