21.11.2021 12:04 |

Stream statt im Kino

Premiere für Beatles-Doku „Get Back“ bei Disney+

Für die Fans der legendären Beatles wird das kommende Wochenende wohl so etwas wie ein vorverlegtes Weihnachtsfest werden. Am 25., 26. und 27. November wird nämlich auf Disney+ die Doku „The Beatles: Get Back“ ihre Premiere feiern. Ursprünglich als Kino-Film geplant (der sollte Ende August anlaufen) kommt sie - vermutlich auch aufgrund der Corona-Pandemie - nun als Streaming-Event.

Für die dreiteilige Dokumentar-Serie konnte Regisseur Peter Jackson („Der Herr der Ringe“, „They Shall Not Grow Old“) aus dem Vollen schöpfen. Der Oscar-Preisträger hatte Zugang zu nicht weniger als 60 Stunden Film- sowie 150 Stunden Tonmaterial, das seit einem halben Jahrhundert in einem Tresor schlummerte. 

Das restaurierte Material hat er zu einer Doku verarbeitet, die in drei - jeweils rund 150 Minuten langen - Teilen intime Einblicke in Aufnahmesessions für das 1970 erschienene Album „Let It Be“ bietet. Man ist quasi als Mäuschen vor Ort und bekommt hautnah mit, wie die Fab Four aus Liverpool - verstärkt durch Keyboarder Billy Preston - an ihren legendären Songs tüfteln.

Und auch das legendäre „Rooftop Concert“, der allerletzte Auftritt der Beatles am 30. Jänner 1969 zur Mittagszeit, als die Band mit Billy Preston am Dach des Sitzes ihrer Firma Apple Corps in der Londoner Savile Row 3, unweit des Piccadilly Circus, aufspielte. Nur vor einer Handvoll geladener Gäste sowie Mitarbeitern der Filmcrew, die den Auftritt für den Dokumentarfilm „Let It Be“, der erst 1970 - nach der Trennung der Pop-Legenden - in die Kinos kam, auf Zelluloid bannten. In Jacksons Doku wird er ungeschnitten und erstmals zur Gänze zu sehen sein.

„Man wird nicht oft Zeuge davon, wie eine Gruppe zusammenarbeitet, und schon gar nicht Künstler. Es ist, als würde man Mäuschen spielen. Es handelt sich hier um vier Götter des Rocks und auf einmal sind sie da in einem Raum und versuchen herauszufinden, was sie tun sollen. Das ist etwas Außergewöhnliches. Und dass es ausgerechnet die Beatles sind, ist faszinierend“, erklärt der Co-Produzent der Doku, Jonathan Clyde.

Peter Jackson Ziel war es laut seinen Angaben, dass „The Beatles: Get Back“ eine andere Seite der Band zeigt, als in dem 1970er-Kinofilm „Let It Be“, der ein eher negatives Stimmungsbild während der Sessions für die gleichnamige Platte zeigte. Man darf gespannt sein.

Der Film „Let It Be“ wurde - wie das gleichnamige Album - erst nach der Trennung der Beatles 1970 veröffentlicht. Im Jahr 1984 kam der Streifen als VHS-Video auf den Markt, wurde jedoch schon kurze Zeit später wieder aus dem Verkehr gezogen. Seither warten Fans in aller Welt sehnsüchtig auf eine Neuveröffentlichung der Dokumentation, die anno 1971 mit dem Oscar für die beste Filmmusik ausgezeichnet wurde, auf DVD oder Blu-ray.

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