21.11.2021 08:30 |

„Krone“-Hilfsaktion

Den Mut zu haben, sich Unterstützung zu holen

Und wenn uns das Leben noch so hart erwischt: Unseren Kindern soll es gut gehen. Mit Ihrem Beitrag können wir auch jene unterstützen, die dabei Hilfe brauchen. Durch die Aktion „Ein Funken Wärme“.

Alexander genießt die Luft draußen, unter dem schönen alten Baum im Park, nahe seines kleinen Heims in Salzburg. Hier treffen wir ihn, fünffacher Familienvater, gelernter Maler. Und bitten ihn, von sich zu erzählen. In seinem Lehrberuf wollte Alexander einst nicht länger bleiben, nachdem er mitansehen musste, wie Kollegen im jungen Alter dem Alkohol verfallen, zugrunde gingen. Er sah seine Zukunft anderswo, wollte nicht so enden wie sie.

So bewarb er sich im Lager und arbeitete die nächsten gut zwanzig Jahre als Lagerist, Kommissionierer, Staplerfahrer und Schichtleiter. Zuletzt war er in einer Firma, die für die Kommissionierung und Verladung von Möbeln zuständig war. „Körperlich kaputt“ habe er sich da gemacht, sagt er. Letztlich ging nichts mehr, er musste aufhören.

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Habt den Mut, holt euch Hilfe!

Alexander aus Salzburg

Geschenke für die Kids? Das geht sich nie aus
Das vor war rund zehn Jahren. Was folgte? Alexander musste um Mindestsicherung ansuchen. Seine Frau, Köchin, ist nach der Geburt der fünf Kinder - mittlerweile zwischen sieben und 15 Jahren alt - daheim. Mit der Mindestsicherung kommt die siebenköpfige Familie gerade Mal so über die Runden. Geld für Dinge, die über das Stillen der Grundbedürfnisse hinausgehen, bleibt keines. Weihnachtsgeschenke, Geburtstagsüberraschungen für die Kinder? Fehlanzeige. „Nicht einmal das geht sich aus“, seufzt Alexander. Im Vorjahr dann eine gesetzliche Änderung: Seither bekommt die Familie deutlich weniger staatliche Zuwendungen. Da spitzt sich die Lage der Familie immer mehr zu.

Corona verschlimmert zusätzlich die Lage
Und auch die Coronakrise träg das Ihre bei: Die Schule und somit auch das Mittagessen und die Nachmittagsbetreuung fallen monatelang aus und fünf hungrige Mäuler müssen plötzlich auch noch täglich daheim gestopft werden. Und jeder Bissen kostet Geld: Irgendwann geht sich nichts mehr aus, er borgt sich Geld aus. Doch das bringt nur kurzfristige Erleichterung. Letztlich nimmt Alexander allen Mut, den er hat, zusammen und geht zur Caritas-Sozialberatung. Dort bekommt er schließlich die Hilfe, die er braucht. Er rät allen, denen es ähnlich geht: „Habt den Mut, holt euch Hilfe!“ Und damit diese auch möglich ist, bitten wir Sie, liebe Leser, um Ihren Beitrag für unsere Hilfsaktion - Dankeschön!

Falls auch Sie Hilfe benötigen
Wenn Sie sich selbst in akuter Not befinden, melden Sie sich bitte bei der Caritas-Hotline für Hilfesuchende: Ein Team von Freiwilligen steht unter 05/177 63 00 (Ortstarif), Mo bis Fr, 9 bis 13 Uhr, bereit.

 Ombudsfrau
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Donnerstag, 02. Dezember 2021
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