Di, 18. September 2018

Schwieriger Einsatz

10.04.2011 08:43

Heli-Bergung aus dem Achensee wird zur Nervenprobe

Wegen starken Windes und Wellengang hat sich am Samstag die Bergung des abgestürzten Polizeihelikopters aus dem Achensee, wie befürchtet, verzögert. Eines der Probleme: Die Boje mit dem Seil, an dem sich die Spezialtaucher beim Abstieg orientieren, wird zu stark abgetrieben.

Alles klappte zunächst wie am Schnürchen: Den ganzen Tag unternahmen die Salzburger Bundesheer-Pioniere Probefahrten mit der 14 Tonnen schweren Berge-Plattform. Diese wurde mit einem Schubboot gekonnt über den See manövriert. Geübt wurden auch die Fahrten zum Schiffskran. Dort sollten später die Wrackteile aus dem Wasser gehoben werden.

Trotz strahlend blauem Himmel war es das Wetter, das den Zeitplan in Frage stellte: "Der Wind verstärkt auch die Strömung im See. Die Boje mit dem Abstiegsseil, an dem sich die Taucher orientieren müssen, wird stark abgetrieben", erklärte Berge-Profi Wolfgang Falch von der Firma "Sandy Air Corp" das Problem. Schon am Nachmittag zeichnete sich ab, dass die endgültige Bergung der Kanzel und weiterer Teile erst spätabends oder in der Nacht möglich sein wird.

Auch ohne Wind wurde die Bergeaktion von Falch als riskant eingestuft: "Die Wrackteile sind extrem scharfkantig. Wenn sich ein Taucher in 104 Metern Tiefe daran verhängt, kann dies lebensgefährlich sein."

Alle Trümmerteile zur Untersuchung nach Wien
Die per Kran aus dem See geholten Heli-Trümmer werden nach Wien in eine Halle transportiert. "Dort werden sie analysiert, was Monate dauern kann", so Günther Raicher, Chef der Flugunfallkommission. Dass die Klärung der Unfallursache auch scheitern kann, zeigt das Beispiel eines im Vorjahr in der Steiermark abgestürzten Polizeihelikopters. Ein technischer Defekt gilt als sicher, gefunden wurde dieser Defekt bisher aber nicht.

von Andreas Moser, Tiroler Krone

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